Heuer schon 77 Tote bei Motorradunfällen

KfV warnt: Motorradunfälle nehmen dramatisch zu!

Wien (OTS) - Die negative Trendwende in der österreichischen Unfallstatistik im Jahr 1997 scheint sich zu bestätigen. Besonders die Zahl der Motorradunfälle nimmt weiter dramatisch zu. Starben im gesamten Jahr 1996 nach endgültigen Zahlen des Innenministeriums insgesamt 84 Motorradfahrer bei Unfällen, so sind es heuer bis zum 10. August nach den vorläufigen Zahlen bereits 77!

Die erschreckend hohe Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer gibt dem Kuratorium für Verkehrssicherheit erneut traurigen Anlaß für die Warnung vor den Auswirkungen des neuen Führerscheingesetzes. Nach der neuen Regelung dürfen Pkw-Lenker mit fünfjähriger Fahrpraxis bereits nach einer "Ausbildungszeit" von nur sechs Fahrschulstunden ein Leichtmotorrad mit bis zu 125 ccm lenken. "Diese Regelung wird die Motorradproblematik noch verschärfen und dazu beitragen, daß die Zahl der Verkehrstoten weiter zunimmt," meinen die Experten des KfV: "Das Risiko, mit dem Motorrad schwer oder sogar tödlich zu verunglücken, ist ohnehin etwa sechsmal so hoch wie beim Autofahren. Wenn künftig Pkw-Lenker aufs Motorrad umsteigen werden - und das ohne fundierte Ausbildung - wird das auf die Unfallstatistik schlimme Auswirkungen haben."

Nach vorläufigen Zahlen gibt es bis 10. August 1997 bereits 653 Tote auf Österreichs Straßen. Im selben Zeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen des BMI 626 Verkehrsteilnehmer tödlich.

In der Woche vom 4. bis zum 10. August 1997 starben insgesamt 23 Menschen im Straßenverkehr. 12 Pkw-Insassen, 7 (!) Motorradfahrer, 6 Lkw-Insassen und je ein Moped- und ein Radfahrer. In 18 Fällen (78,3 %) war nichtangepaßte Geschwindigkeit die Unfallursache.

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