Scientology: Bartenstein leidet an "ordentlichem Realitätsverlust"

Wien (OTS) - Die Scientology Kirche attestierte heute Familienminister Martin Bartenstein anläßlich seines "Presse"-Gespräches vom letzten Freitag "ordentlichen Realitätsverlust". "Wenn Bartenstein ernsthaft meint, daß ein Verbot der Scientology Kirche willkommen wäre, dann grenzt das an ordentlichen Realitätsverlust", sagte Scientology-Sprecher Andreas Böck.

Realitätsverlust ordnet Scientology-Sprecher Böck auch bei Bartensteins Aussage, keine Diskriminierung, Ausgrenzungspolitik zu betreiben und "die Dialogfähigkeit gegenüber diesen Menschen" aufrecht zu erhalten. "Trotz der großen Ankündigung Bartensteins, er werde sich jedem Dialog stellen, hat er es bis heute nicht zustande gebracht, sich mit einem Vertreter von Scientology oder anderer Gemeinschaften an einen Tisch zu setzen, geschweige denn, mit ihnen zu kommunizieren", so Böck. Er hat es nicht mal zustande gebracht, auf Briefe zu antworten und seinen Standpunkt darzulegen, statt dessen tritt er in der Öffentlichkeit als "konsequenter Sektenpolitiker" auf und erklärt Scientology zum Staatsfeind.

Selbst der Bericht des amerikanischen Außenministeriums über Religionsfreiheit in aller Welt, der vor zwei Wochen veröffentlicht wurde, kritisiert die Kampagne von Minister Bartenstein gegenüber neuen religiösen Bewegungen und räumt ein, daß diese eine Diskriminierung bestimmter religiöser Gruppen zur Folge haben kann.

Bartensteins Behauptung in der "Presse", Griechenland habe Scientology verboten, ist genauso wie viele andere Aussagen unrichtig. Tatsache ist, daß zwar das dortige Scientology-Zentrum aufgrund eines Rechtsstreites schließen mußte, jedoch am selben Tag ein neues Zentrum, diesmal als religiöse Körperschaft eingetragen, eröffnete. Scientologen sind in Griechenland heute genauso aktiv wie in den vergangenen Jahren.

"Scientology hat von Beginn an versucht, einen vernünftigen Dialog mit Bartenstein und dem Ministerium zu führen und sich konstruktiver Kritik zu stellen, statt dessen sind nur wüste Beschimpfungen und Beleidigungen gekommen", schloß Böck.

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