Österreich: Badeunfälle - ÖRK warnt vor Leichtsinn Wien (ÖRK) - Blauer Himmel, Sonnenschein, Temperaturen um die 30 Grad - Badewetter ist angesagt. Vom Neusiedlersee bis zum

Bodensee, vom Gänsehäufl bis zum Wörthersee suchen die Menschen Abkühlung im Wasser. Leider oft allzu sorglos, wie Dr.Heinz Peter Slatin, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes, weiß. Leichtsinn und falsches Verhalten würden immer wieder zu Unfällen führen. Slatin erinnert an die einfachsten Baderegeln: "Viele Badeunfälle hätten vermieden werden können, wären diese Regeln befolgt worden."

Vor einem Bad abkühlen und nie mit vollem oder ganz leerem Magen schwimmen. Vorsicht nach langen Sonnenbädern oder dem Genuß von Alkohol sei allen angeraten, ganz besonders aber Menschen mit
Herz- oder Kreislauferkrankungen. Auch wenn die Wassertemperatur
bei 22 Grad oder mehr liege, der Temperaturunterschied zwischen Wasser und Körper könne sich belastend auswirken, so Slatin. Wer friert, sollte das Wasser sofort verlassen. Es drohen Krämpfe oder Unterkühlungen. Nach dem Baden nicht darauf vergessen, sich abzutrocknen und das Badezeug zu wechseln.

Gute Schwimmer und Jugendliche warnt Slatin davor, ihre
Fähigkeiten zu überschätzen: "Kraft und Ausdauer gehen sehr schnell verloren. Mitten in einem See gibt es normalerweise keine Gelegenheit, sich auszuruhen. Kühne Kopfsprünge vom Ufer sehen zwar gut aus. Man sollte sich aber unbedingt vorher vergewissern, daß das Wasser frei und tief genug ist." Im Bereich von Schleusen oder Wehren, Schiffahrtswegen oder Brücken ist Baden gefährlich.

Nichtschwimmer sollten nur bis zur Brust ins Wasser gehen. Luftmatratzen, Reifenschläuche oder Gummitiere sind keine Schwimmhilfen mehr, wenn sie umkippen oder die Luft ausgeht.
Eltern sollten ihre Kinder am Wasser nie unbeaufsichtigt lassen. "Daß Baden bei Gewittern lebensgefährlich und das Schwimmen im Meer mit besonderen Gefahren (Strömungen) verbunden ist, wird hier nur der Vollständigkeit wegen noch einmal erwähnt", schließt Slatin.

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11.8.1997

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