Gewerbeverein: Pensionsbeiträge: Schnelles Abzocken - Rechnung wird später präsentiert

Wien (OTS) - Die Berater der Frau Sozialministerin in Sachen Pensionsreform scheinen nur eines im Sinn zu haben - so der Österreichische Gewerbeverein in einer Aussendung: Abzocken, so rasch es geht:

- Wie bei einer Betriebsschließung wurden 1996 durch Abverkauf Schul- und Studienzeiten zum Billigsttarif verschleudert: 1,2 Milliarden Schilling sackte der Finanzminister ein - das Dreifache jenes Betrages, der aus diesem Titel 1995 lukriert wurde. Ab nun ist der Nachkauf erheblich teurer.

- Genauso geht es jetzt mit der undurchdachten "Brachialerhöhung" der Höchstbeitragsgrundlagen.

All diese Maßnahmen belasten künftige Budgets enorm. Man frägt sich, was macht die derzeitige Bundesministerin so sicher, daß sie bald nicht mehr in der Regierung sitzt, wo sie ihr heute so sorgloses Handeln später verantworten müßte.

Hostasch's zwischenzeitlich in der Versenkung verschwundener "Chefberater" in Sachen Pensionsreform, Prof. Bert Rürup hat jedenfalls in seinem Papier weder die radikale Erhöhung der Höchstbeitragsgrundlagen, noch das Verschleudern beim Nachkauf von Versicherungszeiten vorgeschlagen. Er diente offenbar nur als akademisches Schutzschild und Alibi.

Jetzt sind wieder die "Experten" des BMAGS am Zug. Die wissen, wie man die Pensionsreform durchzieht! So wie sie sich in den letzten Jahren stets im Budget um fast zweistellige Milliardenbeträge bei der Prognose des Bundeszuschusses zur Pensionsversicherung verschätzten.

Wenn die Frau Sozialministerin schon nichts von Prof. Rürups Rezepten hält: Eines hätte sich die (Auch-)Frau Arbeitsministerin aus der Rürup-Enquete merken sollen: Ohne eine effektive Arbeitsmarktpolitik wird es auch keine langfristige Sanierung unserers Pensionssystems geben. Und im Bereich Arbeitsmarkt hat gerade diese Bundesregierung bisher kläglich versagt.

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