AK-Forderung gefährdet tausende Arbeitsplätze

Beim LKW-Road-Pricing geht's nicht ums AK-Prestige, sondern um Arbeitsplätze

PWK (Wien) - "Es ist unverantwortlich, angesichts der derzeitigen Lage auf dem Arbeitsmarkt eine weitere milliardenteure Belastung der Wirtschaft zu fordern, die tausende Arbeitsplätze in Verkehr, Industrie, Handel und Tourismus gefährden würde. Deshalb muß die Forderung der Arbeiterkammer nach Einführung des LKW-Road-Pricing erneut entschieden zurückgewiesen werden", erklärte WKÖ-Präsident Leo Maderthaner. ****

Aus den Ergebnissen einer österreichweiten Unternehmerbefragung ließen sich die Folgen eines österreichischen Alleinganges ohne Rücksichtnahme auf die Entwicklung in der EU klar prognostizieren:
Eine einseitige Belastung der österreichischen Betriebe würde zu nachhaltigen Störungen auf den regionalen Arbeitsmärkten, zu zusätzlichen Kaufkraftabflüssen und zu einer Minderung des Steueraufkommens führen. Road-Pricing hätte zur Folge, daß bestehende funktionierende Standorte verlagert oder gar geschlossen werden müßten. Unternehmen in österreichischen Randlagen würden durch überproportional hohe Kostenbelastungen schwere Wettbewerbsnachteile erleiden. In Branchen mit Einheitspreisen, also bei Markenartikeln und Lebensmittelketten sowie bei Unternehmen, die frei Haus liefern, würde man die Konsumenten und Bezieher kleiner Einkommen schwer belasten. Auch der Tourismus, der derzeit seine schwierigste Phase durchzustehen hat, würde schwer in Mitleidenschaft gezogen werden, sagte Maderthaner.

"Es bleibt also dabei: nach allen Berechnungen der Experten rechnet sich das LKW-Road-Pricing nicht, es sei denn, in verlorenen oder massiv gefährdeten Arbeitsplätzen. Unsere Aufgabe ist es, Arbeitsplätze in möglichst allen Teilen der Wirtschaft zu sichern und nicht zu gefährden. Beim LKW-Road-Pricing geht's nicht um das Prestige der Arbeiterkammer, sondern um Arbeitsplätze," betonte Maderthaner.

Die Wirtschaftskammer werde im Interesse der Unternehmen und im Bewußtsein der ohnehin besorgniserregenden Lage auf dem Arbeitsmarkt alles tun, um den Kammertagsbeschluß gegen das LKW-Road-Pricing, dem sich bekanntlich auch der Freie Wirtschaftsverband und der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender angeschlossen haben, im Parlament durchzusetzen.
(Schluß) hv

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