Wiener Liberale fordern mehr Radio-Frequenzen für Wien

Kritik an der Empfehlung der Wr. Landesregierung bezüglich der Vergabe der Radiolizenzen

Wien, (OTS) Als typisch "österreichische" Lösung bezeichnete heute die Liberale Gemeinderätin Mag. Michaela Hack die Empfehlung der Wiener Landesregierung über die Vergabe der Privatradiolizenzen. Den beiden Gesellschaften "Radio Eins" und "Antenne Wien" wurden zusätzlich zu ihren Regionalfrequenzen zwei von drei Lokalfrequenzen zugeteilt.

"Von sechs zu vergebenden Frequenzen werden vier, die beiden stärksten und zwei weitere, an die beiden von Printmedien und Bank Austria dominierten Unternehmen vergeben", kritisierte Hack. Sämtliche anderen Bewerber von Radio CD über freie Radiosender bis zum Radio Stephansdom müßten sich um eine Lokalfrequenz streiten.

"Es wäre jedoch technisch durchaus möglich, noch mehr Frequenzen zu vergeben, die restriktive Beurteilung durch die Techniker im Frequenzbüro läßt eine Beeinflussung von anderer Seite vermuten," so Hack. Auch in anderen Städten, wie München, hat sich gezeigt, daß nach einer anfänglich sehr restriktiven Handhabung der Frequenzvergabe letztendlich fast doppelt so viele Frequenzen vergeben werden konnten.

Ein weiterer wesentlicher Grund für die geringe Anzahl an möglichen Frequenzen in Wien sei die Tatsache, daß laut Gesetz von fünf Sendeketten vier allein dem ORF zur Verfügung stünden. "Vom freien Wettbewerb im Medienbereich kann man in Österreich nur träumen", meinte Hack.

"Ich hoffe, daß sich die Regionalradiobehörde im Falle Wiens nicht an die Empfehlung der Landesregierung hält und mehr private Radios zuläßt als derzeit vorgesehen sind", forderte Hack abschließend.

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