Greenpeace protestiert gegen Vertuschung von Atomtransporten durch Österreich

Regierung soll Atomtransporte durch OEsterreich verhindern statt verheimlichen

Wien (OTS) - Scharfen Protest legte Greenpeace am Montag Abend
gegen die von den Behörden geheimgehaltenen Atomtransporte durch Österreich ein. "Ein Transport von 60 Tonnen radioaktiven Brennelementen durch Tirol stellt eine unberechenbare Gefahr für Umwelt und Gesundheit der Menschen dar," sagte Greenpeace-Sprecherin Gabriele Faber-Wiener in einer ersten Reaktion. "Es ist ein Skandal, dass nicht einmal die Feuerwehr ueber den Atomtransport informiert war. Nicht auszudenken, wenn in dieser Situation ein Unfall auf der kurvigen Brennerautobahn passiert und radioaktives Uran 235 ausgetreten waere!"

Die Brennelemente stammen großteils aus dem italienischen Atomkraftwerk Caorso, das nach einem Referendum 1988 stillgelegt wurde. Sie wurden von Italien via Österreich nach Bremerhaven transportiert und von dort in die USA verschifft, wo sie von Siemens USA aufgekauft wurden. "Greenpeace begrüßt, daß die italienischen Atomkraftwerke stillgelegt wurden, daß jetzt aber mit den Brennelementen schwunghafter Handel getrieben wird, ist nicht akzeptabel", so Gabriele Faber-Wiener.

"Greenpeace fordert den Stop aller kommerziellen Atomtransporte, weil sie ein zu großes Risiko darstellen. Gerade die Bundesregierung des "atomfreien Österreichs" sollte alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um künftig Atomtransporte durch Österreich zu verhindern - anstatt diese Transporte zu vertuschen," so Faber-Wiener abschliessend.

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Gabriele Faber-Wiener
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Matthias Schickhofer
Greenpeace Österreich
Tel.: 0664-3386503

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