ÖBB: Kein Rückzieher bei Ausbau der Flughafen-Schnellbahn S 7

Wien (OTS) - Die ÖBB wehren sich gegen den Vorwurf, hinsichtlich des Ausbaus der Flughafen-Schnellbahn S 7 einen Rückzieher gemacht zu haben.

Im niederösterreichischen Abschnitt zwischen Klein- Schwechat und dem Flughafen Wien laufen die Bauarbeiten für den durchgehenden zweigleisigen Ausbau bereits auf Hoch- touren. Nun bestehen auch für den 12 km langen Wiener Abschnitt zwischen Wien-Rennweg und Klein-Schwechat gute Chancen für eine termingerechte Realisierung aller Baumaßnahmen bis zum Jahr 2000.

"Eine Fertigstellung im Jahr 2000 ist allerdings nur dann möglich, wenn alle betroffenen Körperschaften aus Wien und Niederösterreich am gleichen Strang ziehen!", erklärt ÖBB- Generaldirektor-Stellvertreter Helmut Hainitz. Die Finanzierung ist gesichert, der Baubeginn in Wien hängt nun von der Abwicklung der Behörden- und Genehmigungsverfahren ab, so Hainitz. "Wir sind sehr zuversichtlich, daß wir die Termine halten können, zumal im Arbeitskreis Schnellbahn- konzept-Wien 2000 die ÖBB mit den Ländervertretern aus Wien und Niederösterreich sehr konstruktiv zusammenarbeiten." Die in der ersten Phase realisierten Ausbaumaßnahmen bringen ein besseres Taktgefüge, eine Fahrzeitverkürzung und beschleunigt geführte Züge. Ein 15-Minuten-Takt der S 7 ist auf den derzeitigen Strecken im dicht bebauten Wiener Stadtgebiet und im sehr dichten Fahrplan-Gefüge zwischen Wien-Rennweg und Wien-Nord nicht möglich, betont Hainitz.

Split-Variante für S 7 erst nach 2000 möglich

Die von der Stadt Wien und dem Land NÖ gewünschte Split- Variante - dh. alternierend werden Züge vom Flughafen nach Wien-Mitte (Wien-Nord) und in Richtung Südbahnhof bzw. umgekehrt geführt - kann durch die hiezu erforderlichen, umfangreichen baulichen Maßnahmen im Bereich Ostbahn erst nach 2000 realisiert werden. Dann besteht zwischen Wien und dem Flughafen de facto ein 15-Minuten-Takt, wobei die Züge abwechselnd im Halbstunden-Takt von bzw. nach Wien-Mitte (Wien-Nord) und in Richtung Südbahnhof fahren.

1997: 330 Mio. S für S 7-Ausbau

Bisher flossen die Investitionsmittel für den Ausbau der S 7 in erster Linie in den Erwerb von zahlreichen Grundstücken. In Mannswörth wurde bereits die erste von insgesamt fünf geplanten Straßenunterführungen im Bereich Schwechat fertiggestellt. Weiters wird heuer auf der 6 km langen Bahnlinie zwischen Groß-Schwechat und dem Flughafen Wien das zweite Gleis verlegt und im Oktober 1997 beginnen die Bauarbeiten für die Unterführung Sendnergasse sowie für die Hebung der Bahnsteige im Bahnhof Flughafen Wien. Insgesamt stehen heuer rund 330 Mio. S für Infrastrukturmaßnahmen auf der S 7 zur Verfügung.

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