Aufhebung des Tempolimits kostet Menschenleben

KfV: Forderung des Personenkomitees zur Aufhebung des Tempolimits ist Attacke auf die Verkehrssicherheit - Anzahl der Toten würde sich erhöhen - Argumentation der Befürworter ist fachlich haltlos

Wien (OTS) - Die Forderung nach einer Aufhebung des Tempolimits
auf Autobahnen ist verkehrspolitischer Wahnsinn und hätte unweigerlich ein Ansteigen des Blutzolls auf Österreichs Straßen zur Folge. Als nicht nachvollziehbar bezeichnet das Kuratorium für Verkehrssicherheit die Argumentation des Personenkomitees des "Autofahrer-Volksbegehrens", wonach zur Verhinderung von Unfällen nicht nur eine niedrige Geschwindigkeit notwendig sei.

Die praktischen Erfahrungen sowie zahlreiche wissenschaftliche Studien sprechen eindeutig dagegen. In allen Staaten, in denen Tempolimits an- oder aufgehoben wurden, sind auch die Unfallschwere und Opferzahlen angestiegen, so die KfV-Experten. Auch die traurige Unfallstatistik der letzten Wochen beweist, daß überhöhte Geschwindigkeit noch immer Unfallursache Nr. 1 ist. Im Zeitraum vom 28. Juli bis 3. August 1997 kamen 19 Menschen ums Leben. Bei mehr als der Hälfte (10) war überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache!

Welch fatale Folgen eine nur geringfügige Anhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung hat, zeigt eine aktuelle Analyse des Verkehrsgeschehens in Texas: Anfang 1996 erfolgt dort eine vergleichsweise geringe Anhebung des Autobahn-Tempolimits von 104 auf 120 km/h (65/70 Meilen/Stunde). Die erschreckende Bilanz des vergangenen Jahres zeigt einen Anstieg der Verkehrstoten um 17%. Mit dem verminderten Tmpolimit in den Jahren davor konnte man dagegen sinkende Verkehrsopferzahlen verbuchen.

Auch Vergleiche mit Deutschland können in diesem Zusammenhang nicht gezogen werden, da der Punkteführerschein in Deutschland einen wichtigen Sicherheitsfaktor darstellt. Ferner gibt es zahlreiche Unterschiede zu Österreich, z.B. die höhere Verkehrsdichte oder umfangreiche streckenbezogene Tempolimits.

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