PETROVIC: RADIKALE VERKÜRZUNG DER LEBENSARBEITSZEIT

Neuer Generationenvertrag statt Frühpensionisten-Jagd

"Die Regierung betreibt mit den geplanten Maßnahmen bei den Pensionen dasselbe gefährliche Spiel wie die FPÖ, nur daß sie nicht zwischen In- und Ausländern polarisiert, sondern zwischen Jungen und Alten", erklärt die Grünen Klubobfrau Madeleine PETROVIC zur laufenden Pensionsdebatte. Durch die geplanten Maßnahmen bei den Pensionen würden die Forderungen des erfolgreichen Frauenvolksbegehrens ad absurdum geführt.
"Die Verlängerung des Durchrechnungszeitraumes macht die eigenständige Altersversorgung für Frauen noch schwieriger", so PETROVIC. Bei der geplanten Reform sei weiters die Angleichung der verschiedenen Systeme versäumt worden. Man hätte innerhalb eines Zeitraumes von zehn bis 15 Jahren die Beamten sukzessive in ein Angestelltenmodell mit Abfertigungsanspruch überführen müssen.

"Die Regierung stellt die Pensionsfrage gerne als Nullsummenspiel dar, bei dem da etwas wegnommen und dort etwas dazugefügt werden kann. Dabei wissen die Regierungsmitglieder ganz genau, daß die Jagd auf Frühpensionisten keine dauerhafte Lösung ist. Nur eine Verstärkung des Generationenvertrages durch eine radikale Verkürzung der Lebensarbeitszeit bei vollen Lohnausgleich kann die Pensionen auch in Zukunft sichern", so PETROVIC. Die Grünen verlangen darum erneut eine breite Diskussion intelligenter Modelle, die der Flexibilsierung der Arbeitszeit Rechnung tragen sowie geänderte Lebenserwartungen und Betreuungspflichten berücksichtigen.

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