Estland - ein Geheimtip für Investoren

Übergang zur Marktwirtschaft praktisch abgeschlossen - Handel mit Österreich expandiert

Wien (PWK) - Der Warenaustausch zwischen Österreich und dem EU-Kandidaten Estland ist zwar noch relativ bescheiden (Handelsvolumen 1996: rund 200 Mio S), entwickelt sich aber rasch, berichtet Handelsdelegierter Franz Palla. Österreichs Exporte in die Baltenrepublik haben sich seit 1992 von 30 auf rund 150 Mio S verfünffacht. Geliefert werden vor allem Maschinen sowie diverse Konsumgüter und pharmazeutische Produkte. Die Importe bestehen hauptsächlich aus Holz und Holzwaren, Schuhen, Glaswaren, Bekleidung. Österreichische Firmen sind derzeit an rund 40 Gemeinschaftsunternehmungen in Estland beteiligt (vorwiegend kleinere Produktionsbetriebe). ****

Das Interesse an einer Verstärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit ist auf beiden Seiten groß, bemerkt Palla, und werde durch den bevorstehenden EU-Beitritt Estlands noch verstärkt. Estland hat kürzlich eine hochrangige Wirtschaftsdelegation nach Wien entsandt. Die Wirtschaftskammer Östereich wird Ende 1998 wieder eine Wirtschaftsmission in die baltischen Länder führen.

Estland hat von den drei Baltenrepubliken den Kurs Richtung Europa am konsequentesten eingeschlagen, stellt Palla fest. Der Übergang von der sowjetischen Zentralwirtschaft zur Marktwirtschaft könne praktisch als abgeschlossen angesehen werden. Die riesigen sowjetischen Betriebe wurden im Wege der Privatisierung aufgelöst. 1996 hat Estland ein Wirtschaftswachstum von sieben Prozent erzielt, das zum Großteil von den Dienstleistungen getragen wurde.

Das estnische Außenhandelsregime ist eines der liberalsten der Welt, so Palla. Finnland und Schweden sind die dominierenden Partnerländer. Estland wickelt mehr als die Hälfte des gesamten Warenaustausches mit diesen beiden Ländern ab.

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Dkfm. Heinrich Baminger

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