AK-Dirnberger: Mitterbauer belastet soziales Klima

Wirtschaftsdaten der Industrie besser als zuvor

Wien (OTS) - Reagiert hat heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) auf die Forderungen von Industrie-Präsident Peter Mitterbauer nach Sozialabbau und Einkommenskürzungen. "Dem Datum nach müßte man die Forderungen Mitterbauers nach der Abschaffung von drei Feiertagen und der Anrechnung des ersten Krankenstandtages auf den Urlaub, der sommerlichen Hitze zuschreiben. Da von echter sommerlicher Hitze heuer allerdings noch nichts zu merken war, mache ich mir um Präsident Mitterbauer ernsthaft Sorgen", so Dirnberger launig.

Die Forderungen von Mitterbauer belasten das ohnehin schon angespannte soziale Klima in Österreich nur noch mehr. Insbesondere da die Wirtschaftsdaten der Industrie keinerlei Grund für Mitterbauers Abbaupläne geben. Denn, gemessen an den Lohnstückkosten lag die österreichische Industrie noch nie so gut wie heuer. Der Produktivitätsfortschritt ist weit größer als bei den wichtigsten Handelspartnern, wie auch Daten des Wirtschaftsforschungsinstitutes bestätigen, erinnert Dirnberger.

Dirnberger kündigt heißen Herbst an

"Mitterbauer geht es ganz offensichtlich um Klassenkampf. Die Unternehmensgewinne sollen weiter erhöht, die Arbeitnehmer an der kurzen Leine gehalten werden. Wenn das die tatsächliche Einstellung der Wirtschaft ist, kann es heuer, verstärkt durch die unsozialen Pläne der Bundesregierung zur Pensionsreform, noch ein heißer Herbst werden, wenn schon der Sommer kühl ist", kündigt Dirnberger eine schärfere Gangart der Arbeitnehmervertretungen an.

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