Ravensberger Bau- Bet. AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

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Das Geschäft der
Ravensberger-Gruppe im ersten Halbjahr 1997 wurde stark beeinflußt durch zwei außerordentliche Ereignisse: die finanzielle und organisatorische Neuordnung der Gruppe einerseits und die unfaire Öffentlichkeitsarbeit unseres lang- jährigen Geschäftspartners F. A. Günther & Sohn AG andererseits. Während die positiven Ergebnisse der Neuordnung überwiegend erst im kommenden Geschäftsjahr zur Wirkung kommen dürften, hat sich die unfaire Öffentlichkeitsarbeit von Günther & Sohn in Verbindung mit einem zweifelhaften Gutachten von Ernst & Young auch im ersten Halbjahr 1997 negativ auf unser Geschäft ausgewirkt.

Finanzielle und organisatorische Neuordnung

Das Konzept zur Neuordnung beinhaltet:

- die Verschmelzung der TERRAWERT Bau AG auf die Ravensberger

Bau- Beteiligungen AG
- die Senkung der Gemeinkosten
- neue Kreditlinien zur Finazierung des laufenden Geschäfts
- nachrangige Darlehen der Großaktionäre zur Finanzierung

aussichtsreicher Neugeschäfte
- die Einbringung ertragreichen Geschäfts in die Ravensberger-

Gruppe aus eigenen Projektentvicklungen der Großaktionäre und - die Ausgliederung großer Teile unserer unbebauten Grundstücks-

bestände im Umland von Leipzig aus dem Konzern durch mehrheit- lichen Verkauf der entsprechenden Projektgesellschaften.

Günther & Sohn

Die Ravensberger Bau-Beteiligungen AG wurde seit November 1996 im Zusammenhang mit Altgeschäften aus den Jahren 1991 bis 1994 zwischen der Günther & Sohn-Gruppe und der Leipziger TERRAWERT- Gruppe massiv von der F. A Günther & Sohn AG angegriffen, vor allem in deren außerordentlicher Hauptversammlung am 21. Februar 1997. Günther & Sohn stützte sich dabei auf ein Gatachten der Witschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, wonach dem Unternehmen ein erheblicher Schaden zugefügt worden sein soll.

Ein von der zwischentzeitlich auf die Ravensberger Bau-Beteiligungen AG verschmolzenen TERRAWERT Bau AG an die Wirtschafts-prüfungsgesellschaft Coopers & Lybrand in Auftrag gegebenes Gutachten stellt zahlreiche Schwächen und erhebliche Fehlleistungen im von Ernst & Young erstellten Gutachten fest. Anders als Ernst & Young hat Coopers & Lybrand die Marktüblichkeit der Geschäfte auf den jeweiligen Zeitraum der getätigten Geschäftsabschlüsse abgestellt und die Grundgesamtheit der Prüfobjekte erheblich erweitert. Coopers & Lybrand kommt zum Ergebnis, daß sich die von Günther & Sohn an TERRAWERT bezahlten Preise - für Altbauten und für unbebaute Grundstücke innerhalb des markt- üblichen Rahmens bewegten. Das Coopers & Lybrand-Gutachten weist explizit darauf hin, daß Verluste, die in der Günther & Sohn-Gruppe aus dem Verkauf von den betrachteten Objekten entstanden sein können, nicht auf die Unangemessenheit der mit TERRAWERT vereinbarten ursprüng- lichen Erwerbspreise und nicht auf die den Transaktionen im übrigen zugrunde liegenden Konditionen zurückzuführen sind. Ravensberger prüft nun auf Basis des Gutachtens von Coopers & Lybrand, inwieweit Schadens- ersatzforderungen geltend gemacht werden können.

Ausgewählte Ravensberge-Kennzahlen

1. Halbjahr 1997 1. Halbjahr 1996

Umsatz in Mio. DM 6,1 32,0 Ergebnis vor Steuern in Mio.DM - 9,9 - 4,8 Mitarbeiter 67 85 Verkaufte Einheiten 83 116

Ende der Mitteilung

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