Familienbund unterstützt Kinderbetreuungsscheck Für echte Wahlfreiheit durch Systemumstellung!

Wien (OTS) - "Der Familienbund ist immer für eine echte Wahlfreiheit in der Lebensplanung der Eltern und in der Kinderbetreuung eingetreten - deswegen unterstützen wir das Konzept des Kinderbetreuungsscheckes, der zu mehr Vielfalt und Flexibilität führt!" betonte heute die Vizepräsidentin des Österreichischen Familienbundes und Vorarlberger Landesvorsitzende Inge Sulzer.

Es sei den Familien gegenüber unverantwortlich, aus parteipolitischer Taktik und Machtdenken neue Wege der Finanzierung und Gestaltung der Kinderbetreuung zu verdammen, wie dies viele Gruppen innerhalb der SPÖund des ÖGB tun, kritisierte Sulzer. Derzeit laufe am Institut für Familienforschung auf Vorschlag des Familienbundes eine Machbarkeitsstudie, bei der das erfolgsversprechende Konzept des Kinderbetreuungscheckes auf seine Realisierbarkeit in der Österreichischen Situation geprüft wird. Erste Berechnungen gehen dabei von einer monatlichen Zahlung in der Höhe von 7.950 Schilling für Familien mit Kindern bis zum sechsten Lebensjahr aus. Leben in einer Familie mehr Kinder mit Betreuungsbedarf, gibt es für die weiteren Kinder Gutscheine für eine außerhäusliche Betreuung.

Für nichtberufstätige Mütter wird von diesem Betrag noch ein Beitrag für die Pensionsversicherung einbehalten. Damit würden Mütter erstmals echte Beitragszeiten und damit einen Pensionsanspruch für die Kinderbetreuung erhalten.

Die Anerkennung der Kindererziehung auch für Mütter, die keine Versicherungsleistungen und damit Karenzgeld haben, war immer schon eine zentrale Forderung des Familienbundes. Die Einführung des Kinderbetreuungs-scheckes, für den sich auch einige Bundesländer stark machen, wäre eine gerechte Maßnahme für alle Mütter, Väter und Kinder, betonte Sulzer.

Natürlich werden einige Leistungen nicht mehr notwendig sein, weil die Mütter durch den Betreuungsscheck mehr Geld erhalten, z.B. das Karenzgeld und die Sondernotstandshilfe. Die Einsparungen dieser Leistungen und Beiträge des FLAF in der Höhe von rund 5 Milliarden Schilling werdenden Kinderbetreuungscheck ausfinanzieren. Der FLAF wird nach Auskunft des Familienministeriums in zwei Jahren wieder mit Überschuß bilanzieren.

"Was jetzt noch fehlt, ist der Wille, eine echte Wahlfreiheit für Mütter und Väter zu schaffen und der Mut, neue Wege der Finanzierung zu beschreiten. Eltern werden dann keine Almosenempfänger sein, sondern mit eigenem Geld bedarfsgerechte und marktgerechte qualitätsvolle Kinderbetreuung einkaufen. Und wer seine Kinder selber betreuen will, wird endlich nicht mehr benachteiligt" schloß Vizepräsidentin Sulzer. ****

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