Fischler: Ungerechtigkeiten für Bergbauern beseitigt

Wien (OTS) - EU-Kommissar Fischler hat bestätigt, daß der zuständige Verwaltungsausschuß für Agrarstrukturen und ländliche Entwicklung (STAR) heute seinem Vorschlag, die benachteiligten landwirtschaftlichen Gebiete in Österreich neu abzustimmen und auszuweiten, zugestimmt hat: _Es war seit dem Beitritt klar, daß die Situation nicht zufriedenstellend war, weil die Abgrenzung nach administrativen Grenzen zu Ungerechtigkeiten geführt hat. Wir haben uns jetzt mit Österreich auf eine Feinabstimmung geeinigt, die mit dem Mißstand aufräumt, daß gewisse Bergbauernbetriebe nur deswegen nicht in den Genuß der Ausgleichszulage kommen, weil sie in einer Gemeinde liegen, die nicht als benachteiligtes Gebiet eingestuft wurde.

Zur Vermeidung von Härten aufgrund der bestehenden Abgrenzungsmethode wird jetzt auf eine Abgrenzung nach naturräumlichen Gebieten (nach Flüssen, Wegen, Straßen etc.) zurückgegriffen. Insgesamt kommt es dadurch zu einer Ausweitung der österreichischen benachteiligten Gebiete um 27.830 ha landwirtschaftlicher Fläche auf ingesamt 2,4 Mio. ha. Zusätzlich zu den bisherigen Gesamtkosten für die Ausgleichszulage von 171,09 Millionen ECU pro Jahr wird mit 2,31 Millionen ECU pro Jahr gerechnet, die aus den für das Ziel 5a vorgesehenen Mitteln gedeckt werden.

Die Kommission hat das Recht, eine Umklassifizierung selbst vorzunehmen, sofern die Veränderungen im Gemeinschaftsverzeichnis nicht mehr als 1,5% der landwirtschaftlichen Nutzfläche Österreichs ausmachen. Nach der Zustimmung des STAR-Ausschusses wird die Kommission diese Entscheidung endgültig beschließen.

Rückfragen & Kontakt:

Kabinett Fischler,
Gregor Kreuzhuber 00322/2966565
Internet: http://europa.eu.int/en/comm/dg06/com/htmfiles/welcome.htm
e-mail: kabinett-fischler@cab.cec.be

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUF/OTS