Zukunftsgespräch der Hintergebirgsbesetzer und Naturschutzorganisationen:

Gehäuse und Totes Gebirge sollen bis 2003 Nationalpark werden

Großraming (OTS) - GRAFIK =

Umweltdachverband fordert grenzüberschreitenden
"Nationalpark Österreichischer Kalkalpen" auf 87.000 Hektar in Oberösterreich und der Steiermark und legt Planungskonzept vor

am Freitag, 25. Juli 1997, 11.00 Uhr
Kirchenwirt (Gh. Ahrer), Großraming

Teilnehmer u. a.:

Vertreter der Alpinvereine und Naturschutzorganisationen (Alpenverein, Naturfreunde, Naturschutzbund und WWF)

Dr. Markus Haslinger
(Koordinationsstelle Nationalpark Kalkalpen der Alpinvereine und Naturschutzorganisationen)

DI Martin Ehgartner
(ehemaliger Hintergebirgsbesitzer)

Prof.Dr. Bernd Lötsch
(Generaldirektor Naturhistorisches Museum)

Prof.Dr. Eberhard Stüber
(Umweltanwalt Salzburg, Präsident Österreichischer Naturschutzbund)

Dr. Gerhard Heilingbrunner
(Präsident Umweltdachverband ÖGNU)

Gesäuse und Totes Gebirge sollen bis 2003 Nationalpark werden

Ein 87.000 Hektar großer Nationalpark Österreichische Kalkalpen mit Gesäuse und Totem Gebirge heißt das Ziel der Naturschützer in den nächsten Jahren. Dies proklamiert der Umweltdachverband ÖGNU gemeinsam mit ehemaligen Hintergebirgsbesetzern, Alpin- und Naturschutzverbänden sowie den österreichischen Nationalpark-Vordenkern Eberhard Stüber und Bernd Lötsch.

"Mit der Eröffnung der Nationalpark-Startvariante im Hinter- und Sengsengebirge ist nun der Weg frei für einen grenzüberschreitenden Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich und der Steiermark", betont Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes ÖGNU. "Spätestens zur Jahrtausendwende wird der Nationalpark Gesäuse mit 26.000 Hektar eröffnet sein, bis zum Jahr 2003 sollte es gelingen, den Nationalpark Kalkalpen in seiner vollen Größe zu verwirklichen", so Heilingbrunner.

87.000 Hektar Nationalpark Österreichische Kalkalpen bis 2003 gefordert

Nach einem ersten Planungskonzept (siehe APA/OGS-Grafik) würde die geplante Erweiterung in den Haller Mauern, im Warscheneck-Gebiet und im Toten Gebirge Oberösterreichs rund 45.000 Hektar betragen. Hinzu kommen ca. 26.000 Hektar Nationalpark Gesäuse-Planungsgebiet in der Steiermark auf Flächen der Steiermärkischen Landesforste.

Anlaß für den geforderten Brückenschlag zwischen dem Nationalpark OÖ Kalkalpen und dem Projekt Nationalpark Gesäuse ist das heutige Treffen ehemaliger Hintergebirgsbesetzer, österreichischer Nationalpark-Vorkämpfer, der Basisgruppe Hintergebirge und Vertretern der Alpinvereine und Naturschutzorganisationen in Großraming 13 Jahre nach der erfolgreichen Besetzung der Kraftwerksbaustelle im Hintergebirge.

Die Freude über die heute nachmittag stattfindende Eröffnung der 16.509 Hektar großen Nationalpark-Startvariante nehmen die Naturschützer zum Anlaß, ihr Zukunftsbild vom Nationalpark Österreichische Kalkalpen zu zeichnen. Das Motto heute und vor 13 Jahren: "Wer nicht den Mut hat, die Zukunft in die Hand zu nehmen, hat nicht die Kraft, um zu kämpfen!"

Abbildung: APA/OGS-Grafik Nr. 0152/9707 in Farbe oder S/W verfügbar!

Die zum Text zugehörige Grafik ist in der APA-Datenbank "Grafik" mit dem Agenturkürzel OGS abrufbar !

Rückfragen & Kontakt:

Umweltdachverband ÖGNU, Tel.: 01/40113
Nationalpark Hotline 0660/311961 bis 31.07.1997,
Mo-Fr 9-17 Uhr
GF Mag. Franz Maier, Tel.: 0664/33 595 32

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