Prokop zur Hochwasserkatastrophe: "Höger versucht, auf einen fahrenden Zug aufzuspringen"

St. Pölten (OTS) - "Landeshauptmann Dr. Pröll, Landesrat Blochberger und ich waren beim Katastrophenhochwasser vor zwei Wochen tagelang vor Ort unterwegs. Von den sozialdemokratischen Mitgliedern der Landesregierung hat man damals keinen in den überfluteten Häusern und Gemeinden angetroffen. Wenn Landeshauptmannstellvertreter Höger nunmehr rasche Hilfe für Betriebe und Gemeinden verlangt, so springt er nur auf einen fahrenden Zug auf", reagiert Landeshauptmannstellvertreter Liese Prokop auf entsprechende Forderungen von Ernst Höger und der SPÖ nach einer Besichtigungstour im Bezirk Lilienfeld zwei Wochen nach der Katastrophe.

"Wir haben seinerzeit schnell und damit doppelt geholfen und das durch die Übergabe von Schecks für hochwassergeschädigte Betriebe dokumentiert. Mittlerweile hat das Land Niederösterreich 110 Millionen Schilling an Hochwasseropfer überwiesen. Innerhalb von wenigen Tagen nach Feststellung der Schäden durch die Gemeindekommissionen weisen wir generell 30% Katastrophenhilfe an. Härtefälle werden in der Folge gesondert behandelt und können bis zu 50% erhalten", so Prokop weiter.

570 Geschädigte haben bisher niederösterreichweit Schäden in der Höhe von 370 Millionen Schilling gemeldet. Wenn Höger Vorschüsse für die Gemeinden verlangt, so handelt es sich dabei um eine Forderung an ihn selbst. Höger ist nämlich für die Förderung der Gemeinden zuständig.

"Auch die Forderung, besonders geschädigten Betrieben aus Mitteln des Arbeitsmarktservice mit einem befristeten Lohnkostenzuschuß zu unterstützen, haben wir schon vor Tagen an das Arbeitsmarktservice Niederösterreich herangetragen. Noch heute werde ich mit dem Landesgeschäftsführer darüber eine Verhandlung führen", erklärt Prokop anschließend.

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