Wirtschaftskammer startet Gesinnungsoffensive 'PRO EXPORT'

Maderthaner fordert Regierungsbeauftragten für Bürokratieabbau sowie jährlichen 'Außenwirtschaftsbericht'

Wien (PWK) - Zufrieden äußerte sich der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, heute bei der Pressekonferenz 'PRO EXPORT', über die aktuelle Exportentwicklung. Dies sei das Ergebnis "einer täglichen Exportoffensive unserer Unternehmen, zu deren Erfolge die Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich ständig einen entscheidenden Beitrag leistet". Um diese weltweit präsente Einrichtung, die von der Wirtschaft selbst finanziert wird, werde Österreich von vielen Staaten beneidet. ****

Exporterfolge, so Maderthaner, entstehen in Österreich. "Wir haben innovative, risikofreudige Unternehmen und eine effiziente Außenwirtschaftsorganisation, die unser Waren- und Dienstleistungsangebot in aller Welt präsentiert". Noch zuwenig sei aber getan worden, um in der Bevölkerung für eine entsprechende Exportgesinnung zu sorgen. Aus diesem Grund startet die Wirtschaftskammer Österreich die Gesinnungsoffensive 'PRO EXPORT'!

"Jeder Österreicher sollte wissen, daß sein persönlicher Wohlstand und die Sicherheit seines Arbeitsplatzes untrennbar mit dem Florieren der Exportwirtschaft verbunden ist", formulierte Maderthaner als Ziel. Durch Daten und Fakten wird die Wirtschaftskammer österreichweit, aber vor allem auch auf regionaler Ebene zum Thema Export informieren und aufklären. "Es steigt das Bewußtsein, wenn der nichtexportierende Kleinbetrieb oder der einzelne Bürger erfährt, wie stark seine Geschäfte bzw. sein persönlicher Wohlstand vom erfolgreichen Exportbetrieb 'ums Eck' abhängen".

Die Wirtschaftskammer Österreich versteht sich zwar als Initiator und Motor der Initiative 'PRO EXPORT', "zur Erhöhung der Exportgesinnung in der Bevölkerung brauchen wir jedoch Partner. Wir werden daher alle staatstragenden Institutionen, von den Sozialpartnern über die politischen Entscheidungsträger bis zu anderen Interessenvertretungen, an Bord holen", kündigte Maderthaner an.

Vom Nationalrat forderte der WKÖ-Präsident, zumindest einmal im Jahr die Lage der Exportwirtschaft intensiv und ausführlich zu diskutieren. Geschehen sollte dies anläßlich der Vorlage eines eigenen 'Außenwirtschaftsberichtes' im Parlament. Die Exportwirtschaft sei derzeit und werde, so die Prognosen der Wirtschaftsforscher, in den kommenden Jahren immer stärker Österreichs Wohlstandsfaktor Nummer 1. Dies rechtfertige eine intensive politische Beschäftigung mit dem Thema 'Exportwirtschaft'.

Um möglichst rasch exporthemmende, bürokratische Hürden abzubauen, solle darüberhinaus die Bundesregierung einen Fachmann aus der Wirtschaft als Regierungsbeauftragten für den Bürokratieabbau einsetzen. "Nur durch Entbürokratisierung können wir sicherstellen, daß unsere Unternehmen auch kurzfristig auf die Exportnachfrage reagieren können", betonte Maderthaner.

Die Exportoffensive der Bundesregierung sieht Maderthaner als positives Zeichen dafür an, daß auch die Regierung endlich die Bedeutung des Exportes für das Wirtschaftswachstum anerkennt. Den Ankündigungen müßten aber jetzt konkrete Taten folgen, das heißt, "die Regierung muß auch bereit sein, finanzielle Starthilfe zu leisten".

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Abt. für Außenwirtschaft
Tel. 50105 DW 4311

Dr. Egon Winkler

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK