Libanon hat hohen Bedarf an Zulieferungen für Wiederaufbau

Außenminister Bouez trifft bei offiziellem Wien-Besuch WKÖ-Vize Tichy-Schreder - Festin empfiehlt Joint-Ventures

Wien (PWK) - Die österreichischen Ausfuhren in den Libanon, die in den Jahren seit dem Nahost-Friedensprozeß überdurchschnittlich stark gewachsen waren, sind 1996 wieder zurückgegangen (um 15 Prozent auf 290 Mio. S). Trotz gleichzeitig starkem Anstieg der Einfuhren aus dem Libanon (um 86 Prozent auf über eine Mio. S) bleibt aber die Handelsbilanz immer noch hoch aktiv für Österreich, teilt Handelsdelegierter Peter Festin aus Beirut mit. ****

Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin Ingrid Tichy-Schreder wird bei einem Abendessen für den zu einem offiziellen Besuch in Österreich weilenden libanesichen Außenminister, Fares Bouez, auf das große Interesse der österreichischen Wirtschaft an einer Zusammenarbeit beim Wiederaufbau im Libanon hinweisen. Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner hat bereits im Mai in Beirut diesbezügliche Gespräche mit hochrangigen libanesischen Staats- und Wirtschaftsvertretern geführt.

Für österreichische Firmen bestehen gute Chancen für Zulieferungen für Großprojekte im Rahmen des Wiederaufbaus im Libanon, aber auch für Lieferungen an kleinere und mittlere libanesische Betriebe (insbesondere Maschinen, Anlagen, Ersatzteile), erklärt Festin. Interessante Sektoren seien die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten, die Textil- und Bekleidungserzeugung, aber auch zunehmend Konsumwaren und Lebensmittel.

Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit empfiehlt der Handelsdelegierte den österreichischen Firmen, Joint-Ventures und sonstige Formen der Zusammenarbeit mit libanesischen Partnern einzugehen. In diesem Zusammenhang regt die Wirtschaftskammer Österreich die baldige Aufnahme von Verhandlungen über ein Investitionsschutzabkommen und Doppelbesteuerung an.

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Dr. Fritz Langer

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