Positive Exportentwicklung im ersten Halbjahr 1997

Winkler: Exporte nach Deutschland und USA ziehen an Österreichs aktuelle Industriekonjunktur vom Export getragen

Wien (PWK) - Da bislang noch keine offiziellen Außenhandelswerte für 1997 zur Verfügung stehen, zog die Wirtschaftskammer Österreich die Warenzahlungen der Österreichischen Nationalbank sowie Statistiken der wichtigsten österreichischen Handelspartner für eine Halbjahres-Prognose ins Kalkül. "Daraus läßt sich durchaus eine positive Entwicklung des österreichischen Außenhandels für das erste Halbjahr 1997 ableiten", erklärte Egon Winkler, Direktor für Außenwirtschaft und Integration in der Wirtschaftskammer Österreich, heute im Rahmen der Pressekonferenz "Pro Export". ****

Brachte das erste Quartal 1997 eine deutliche Abschwächung der Dynamik im Warenhandel - die Zahlungseingänge (Exporte) stagnierten auf dem Vorjahresniveau bei einer gleichzeitigen Zunahme der Zahlungsausgänge (Importe) -, ist im zweiten Quartal 1997 wieder eine deutliche Belebung der Warenzahlungen zu bemerken. "Sowohl die Zahlungseingänge als auch die -ausgänge erfuhren Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt ist in der ersten Jahreshälfte bei den Exporten eine Zunahme um 9 Prozent und bei den Importen um 7 Prozent zu erwarten", prognostiziert Winkler.

Untermauert werden die Export-Tendenzen aufgrund der Warenzahlungen, durch die neuesten Außenhandelszahlen (Spiegelstatistik) von Österreichs sieben wichtigsten Handelspartnern: Deutschland, Italien, Schweiz, Frankreich, Ungarn, Großbritannien und USA. Sie repräsentieren gut zwei Drittel unserer Gesamtexporte und weisen insgesamt ein schwächeres erstes Quartal '97 und ein Anziehen der österreichischen Exporte im zweiten Quartal auf. Besonders erfreulich ist der Anstieg der Ausfuhren nach Deutschland, Österreichs wichtigstem Handelspartner: von Jänner bis März 1997 wurde um rund 13 Prozent mehr exportiert und um etwa 7 Prozent mehr importiert als in der Vergleichsperiode im Vorjahr. Kräftig legten von Jänner bis April auch die Exporte nach Ungarn (plus 14 Prozent), in die USA (plus 26 Prozent), und durch die starke Außenhandels-Verflechtung mit den USA auch nach Großbritannien um plus 8 Prozent zu. Hingegen leidet der Export nach Italien und in die Schweiz bislang unter der dort markanten Konjunkturschwäche. Mit Frankreich ist der Warenverkehr ebenfalls weder bei den Einfuhren noch bei den Ausfuhren bis März 1997 richtig in Schwung gekommen.

Die starke Auslandsnachfrage, insbesondere aus Deutschland und den Vereinigten Staaten in den ersten Monaten dieses Jahres, war letztlich auch für die Belebung der österreichischen Industriekonjunktur ausschlaggebend. Dies betonten ebenso WIFO und Industriellenvereinigung vor kurzem und attestierten, daß der Export für die österreichische Wirtschaftsentwicklung lebenswichtiger ist denn je. "Durch die engen Wirtschaftskontakte zu fast allen Ländern der Welt, die vor allem durch die Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer Österreich gepflegt und geknüpft werden, gelingt es, die Hochkonjunktur einzelner Länder, wie derzeit beispielsweise in den USA, auch ein wenig auf die Konjunkturentwicklung im eigenen Land zu übertragen", so Winkler. Um am Wirtschaftswachstum aller Regionen teilhaben zu können, sei es daher unverzichtbar, weltweit mit eigenen Außenhandelsstellen vertreten zu sein.

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Dr. Egon Winkler

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