Habsburg: Europaparlamentarier bei UNPO

Gewaltfrei zum Selbstbestimmungsrecht

Wien (OTS) - Auf Einladung der UNPO (Unrepresented Nations and People Organization) nahm Karl Habsburg, Mitglied im Europäischen Parlament und Präsident der Paneuropabewegung Österreich, am vorigen Wochenende (18. bis 20. Juli) an deren Jahreskongreß in Estland teil. Die UNPO ist eine Organisation, bei der nicht Staaten, sondern Völker und Volksgruppen Mitglieder sind. Ziel ist die Durchsetzung des Selbstbestimmungsrechtes der Völker bzw. der Schutz bedrohter Volksgruppen. Erreicht eine Mitgliedsorganisation staatliche Unabhängigkeit, übernimmt sie die Funktion einer Schutzmacht (Protektor-Nation).

Karl Habsburg betonte in seiner Rede vor dem Kongreß, der Fragen des gewaltfreien Widerstandes diskutierte, die Notwendigkeit von Minderheitenschutz und Volksgruppenrecht. "Das Volksgruppenrecht ist ein wesentliches sicherheitspolitisches Instrument, weil darin das Zusammenleben der verschiedenen Völker und Kulturen - und auch der Schutz dieser Völker und Kulturen - geregelt wird. Mögliche Konflikte können so bereits im Vorfeld entschärft werden." Die Europäische Union, in der ja seit Jahren über ein Europäisches Volksgruppenrecht geredet wird, sollte hier Vorbild für andere Kontinente und Staaten sein, wie der christlich-konservative Europaparlamentarier meint.

Mehr als 50 Delegationen aus der ganzen Welt waren beim UNPO-Kongreß in Estland vertreten. Darunter Vertreter der Batwa (Ureinwohner Ruandas, die im blutigen Konflikt zwischen Hutus und Tutsis ausgerottet zu werden drohen), des Naga-Landes (Indien), der Chuvash (christliches Turkvolk, Rußland) etc.

Karl Habsburg unterstützt die Bestrebungen der UNPO im Europäischen Parlament unter anderem durch das Einbringen entsrechender Menschenrechtsanträge (zuletzt betreffend die Lage in Ost-Turkestan, Uiguren).

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