Brettenthaler: Rückschlag für Früherkennung

"Bonus" sollte erst nach allen Untersuchungen ausbezahlt werden

Wien (OTS) - "Die ersten Befürchtungen sind traurige Gewißheit geworden. Wegen der Streichung der 15.000 -Schilling -Geburtenbeihilfe werden immer weniger Untersuchungen im Rahmen des Mutter-Kind-Passes durchgeführt. Dies ergibt sich aus den Ergebnissen des nun vorliegenden ersten Quartals", konstatierte
der erste Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) und Präsident der Ärztekammer für Salzburg, Dr. Reiner Brettenthaler. Die derzeitige Auszahlung von 2.000 Schilling bringe offenbar
nicht den angekündigten Erfolg.

Der signifikante Rückgang der Mutter-Kind-Paß-Untersuchungen wird praktisch aus allen Bundesländern gemeldet und bewegt sich
bis zu 20 Prozent, mitunter beträgt er bei Kindern sogar 22 Prozent.

"Es sollten rasch geeignete Maßnahmen getroffen werden, um diesen Trend zu stoppen. Wir fordern daher, daß der "Bonus" von 2.000 Schilling erst am vierten Geburtstag des Kindes ausbezahlt werde, und zwar nachdem alle vorgesehenen Untersuchungen durchgeführt worden sind," betonte der ÖÄK-Vizepräsident.

Schließlich seien die Mutter-Kind-Paß-Untersuchungen dazu da, Krankheiten rechtzeitig zu erkennen. Brettenthaler: "Ein so eklatantes Minus auf diesem Gebiet bedeutet einen schweren Rückschlag für die bisher ausgezeichnet funktionierende Früherkennung."

Abgesehen vom menschlichen Leid, das die Kinder und ihre Eltern erdulden müssen, kämen Erkrankungen, die nicht rechtzeitig erkannt werden, der Volkswirtschaft bei den späteren Behandlungen nur noch teurer, so Brettenthaler abschließend. (Schluß)

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