NR Kampichler: Mehr Kinder helfen Pensionen sichern

Wien (OTS) - Umstrukturierungen im derzeitigen Pensionssystem reichen nicht aus, um die Maßnahmen der nächsten Generationen zu sichern. Es müssen auch familienfreundliche Maßnahmen getroffen werden, die jungen Paaren das "Ja" zu mehr als einem Kind erleichtern, stellte heute der Präsident des Österreichischen Familienbundes, NR Franz Kampichler zur aktuellen Diskussion fest.

Die meisten jungen Paare haben in der Theorie einen höheren Kinderwunsch, als sich dann in der Praxis realisieren läßt. Finanzielle Schwierigkeiten, aber auch ein kinderfeindliches Klima halten viele junge Eltern davon ab, mehrere Kinder in die Welt zu setzen.

Als wichtigste Maßnahme überhaupt nannte Kampichler die Einführung eines steuerfreien Existenzminimums. Es sei ohnehin ein Armutszeugnis für einen Staat, wenn Familien Steuern zahlen müssen, obwohl sie nicht einmal das Existenzminimum für jedes Familienmitglied erreicht haben. In diesem Zusammenhang forderte der Präsident des Österreichischen Familienbundes auch den Verfassungsgerichtshof auf, endlich eine Entscheidung zu treffen, die den Bedürfnissen von Familien gerecht wird.

Weiters könne sich der Familienbund einen Kinderbetreuungswunsch vorstellen, der Eltern ermöglicht, die Kinder bis zum Kindergarten selbst zu betreuen.

Schließlich müssen in den nächsten Jahren flexible Arbeitszeitmöglichkeiten die starren Arbeitszeiten ablösen, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen.

Wie Präsident Kampichler abschließend betonte, sei er sehr zuversichtlich, daß allein diese Maßnahmen dazu führen würden, daß sich Eltern jene Kinderzahl leisten können, die sie sich wünschen, was wiederum den Generationenvertrag sichern helfen würde.

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