Michalitsch: St. Pölten braucht Wohnbauoffensive der Stadt

Wer auf Eigenheimbau verzichtet braucht sich über Bevölkerungsrückgänge nicht zu wundern

Niederösterreich, 21.7.97 (NÖI) LAbg. Michalitsch forderte heute die Stadtväter von St. Pölten auf, eine Wohnbauoffensive
zu starten. So sollte die Tatsache, daß St. Pölten trotz eines massiven Wirtschaftsaufschwunges bedingt durch die Landeshauptstadtwerbung, seit 1991 kontinuierlich Einwohner
verloren hat, Anlaß zu raschem Handeln sein.****

Michalitsch bezog sich in seiner Forderung vor allem auf den Einfamilienhausbau, da im Bereich des Mehrfamilienhausbaus mit
Hilfe des Freibauer-Modells bereits Enormes geleistet wurde. So wurden vom Land zwischen 1993 und März 1997 insgesamt 1676 Wohneinheiten gefördert. Ein Hauptdefizit St. Pöltens liegt allerdings im Einfamilienhausbau. So sprechen Zahlen eine
deutliche Sprache: 190 Eigenheim-Einrichtungen im Landbezirk im Zeitraum 1. August 1996 bis 31. Dezember 1996 stehen bloß 25 in
der Stadt gegenüber.

Die ÖVP fordert daher eine Eigenheimoffensive der Stadt St. Pölten. Konkret geht es um eine Flächenausweisung für Eigenheimentwicklungsgebiete mit einer Parzellengröße von 700
bis maximal 1000m2. Diese Gründe sollten um rund 1000 Schilling
an künftige Hauptwohnsitzer und mit Bauzwang vergeben werden.
Zu beachten sind die Konzentration entsprechender Infrastuktur
und Verkehrsanbindung, Stadtökologie (Grünraumkonzept) und Verkehrsberuhigung, so Michalitsch.

"Wer auf den Eigenheimbau verzichtet, braucht sich über Bevölkerungsrückgänge nicht zu wundern", erklärte der Abgeordnete. Wer derzeit in St. Pölten ein Eigenheim sucht,
landet zwangsläufig im Umland. Schon 170 Parzellen im Jahr
würden Platz für rund 500 Menschen bieten und somit verhindern, daß St. Pölten unter die magische 50.000 Einwohnergrenze fällt.

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