Höchtl: Anerkennung als Religionsgemeinschaft würde Sekten Tür und Tor öffnen

Niederösterreich, 18.7.97 (NÖI) "Ähnlich wie in Deutschland ist es auch in Österreich empfehlenswert, sich weiter gegen eine Anerkennung der Zeugen Jehovas als Religionsgemeinschaft auszusprechen und keinesfalls eine Gleichstellung mit den großen Kirchen zu ermöglichen", erklärte ÖVP-Bildungssprecher NAbg.
Dr. Josef Höchtl gegenüber besorgten Anrufern im Rahmen seiner heute abgehaltenen Telefonsprechstunde.****

Deutsche Richter begründeten ihre Entscheidung mit der
negativen Einstellung der Sekte zum Staat. Den Mitgliedern der Zeugen Jehovas ist nämlich verboten, an staatlichen Wahlen teilzunehmen, sie verweigern auch Militär- und Zivildienst. Probleme sieht Höchtl nicht nur darin, daß eine Anerkennung
sowohl Steuerprivilegien als auch andere Vergünstigungen für die Sekte bringt, sondern auch in der Frage des Religionsunterrichtes und der Jugendbetreuung.

"Für mich ist es unvorstellbar und beängstigend, daß Sekten künftig einen Religionsunterricht in den Schulen abhalten
könnten, oder daß es religiöse Jugendgruppen nach dem Vorbild der Katholischen Jungschar geben könnte, die von Sekten geleitet und betreut werden", schloß Höchtl.

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