Gerresheimer Glas AG: Zwischenbericht über das 1. Halbjahr 1997 -1. Dezember 1996 bis 31. Mai 1997- Geschäftslage 1. Halbjahr 1997

Düsseldorf (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Der Umsatz der
Unternehmensgruppe betrug 802 Mio DM (Vorjahr 813 Mio DM). Das anhaltend schwache Konsumklima im Inland führte im Geschäftsbereich Behälterglas zu deutlichen Umsatzrückgängen. Der Umsatz des Geschäftsbereiches Röhrenglas lag leicht über Vorjahr.

Aufgrund des Umsatzrückgangs bei Behälterglas sank das Konzernergebnis vor Steuern auf 30 Mio DM (Vorjahr 50 Mio DM). Wegen der schwachen Nachfrage hielt der Lager- und Preisdruck bei Behälterglas trotz diverser Kapazitätsanpassungsmaßnahmen an -u. a. wurde bei der Glashütte Gerresheim GmbH Ende April eine Schmelzwanne stillgelegt. Im Konzern-Zwischenabschluß des ersten Halbjahres 1997 wurden die Fertigwarenbestände erstmals ausschließlich zu durchschnittlichen Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet, was auch der empfohlenen Bewertungsmethode nach IAS-Standard entspricht.

In Sachanlagen wurden 64 Mio DM (Vorjahr 74 Mio DM) investiert. Die Ausgaben betrafen hauptsächlich den Bau einer mit neuer Sauerstofftechnologie ausgestatteten Schmelzwanne bei der Glashütte Gerresheim GmbH. Darüber hinaus wurden kleinere turnusmäßige Überholungen von Schmelzwannen in den Bereichen Behälterglas und Röhrenglas durchgeführt.

Bei der Glashütte Achern GmbH liefen am 17. Mai 1997 ca. 420 Tonnen flüssiges Glas aus einer Schmelzwanne aus. Der dadurch entstandene Sachschaden inkl. Betriebsunterbrechungsausfall von über 50 Mio DM ist bis auf kleinere Selbstbehalte durch die Versicherung gedeckt.

Im Zuge der Erweiterung des Portfolios investierte das Unternehmen ca. 100 Mio DM in Finanzanlagen. Jeweils rückwirkend zum 1. Januar 1997 wurden 60 % des belgischen Unternehmens Nouvelles Verreries de Momignies S.A. und die restlichen 49 % an der OI-Kimble FTS Inc./USA übernommen. Beide Akquisitionen entsprechen der Unternehmensstrategie, Wachstumschancen in Märkten mit internationaler Ausrichtung und hoher Wertschöpfung, insbesondere in den Segmenten Kosmetik, Pharma- und Laborglas, wahrzunehmen.

Ende Mai 1997 beschäftigte die Gerresheimer Gruppe 7.716 Mitarbeiter (Vorjahr 7.368). Dem Personalzugang aus der erstmaligen Einbeziehung der Nouvelles Verreries de Momignies S.A. mit ca. 700 Mitarbeitern stand ein Personalrückgang von 340 Mitarbeitern gegenüber.

Ausblick

Eine zuverlässige Ergebnisprognose für das gesamte Jahr 1997 ist unter den derzeit kritischen wirtschaftlichen Bedingungen schwierig. Durch die deutliche Abweichung im Segment Behälterglas wird das Ergebnis entsprechend unter Vorjahr liegen.

Ende der Mitteilung
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de http://www.ots.apa.at

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/01