Friseure: ÖGB verbreitet bewußt Unwahrheiten

Bundesinnung der Friseure fordert ÖGB-Chef Verzetnitsch auf, Verbreitung von Unwahrheiten seiner Funktionäre zu stoppen - ÖGB-Forderungen bei Kollektivvertrags-Verhandlungen waren absolut unrealistisch und würden tausende Arbeitsplätze vernichten -Friseure erhöhen freiwillig Löhne über dem Schnitt aller KV's

Wien (OTS) - Wegen des eklatanten Mitglieder-Schwundes verbreitet nun der ÖGB völlig aus der Luft gegriffene Unwahrheiten, um neue Gewerkschaftsmitglieder zu ködern, empört sich die Bundesinnung der Friseure.

In einem Flugblatt, das an alle Mitarbeiter des Friseurgewerbes -derzeit in NÖ - verschickt wurde, behauptet der ÖGB, daß die Bundesinnung Urlaub und Löhne kürzen, Weihnachtsgeld und Aabfertigungen abschaffen und die Arbeitszeit verlängern wollen. Darüberhinaus soll - so die ÖGB-Kampagne - die Bundesinnung sogar einen Kollektivvertrag ablehnen.

Bundesinnungsmeister Franz Pfister: "Das sind nichts als Unwahrheiten. Kein Wort davon ist wahr! Wir haben uns nur wegen der unrealistischen Forderungen des ÖGB, wie Lohnerhöhungen bis zu 57 Prozent - gewehrt. Wir fordern ÖGB-Chef Verzetnitsch auf, seine Leute zur Räson zu bringen, wie er es bereits einmal tat, als skandalöse und unrichtige Plakate gegen den Friseurberuf affichiert wurden."

Die Tatsachen schauen - im Gegensatz zur arbeitsplatzvernichtenden ÖGB-Propaganda - folgendermaßen aus:

- Freiwillige Möglichkeit des Dienstnehmers gegen Bezahlung auf eine Woche Urlaub zu verzichten, wie dies sehr oft von den Mitarbeitern gewünscht wird.

- Nachdem der ÖGB absolut unrealistische Lohnforderungen gestellt hatte und die Verhandlungen vorerst geplatzt sind, empfiehlt die Bundesinnung eine Erhöhung der Löhne für Lehrlinge und Angestellte um 3 bis hin zu 41 Prozent. Damit liegt die großteils bereits freiwillig durchgeführte - Lohnerhöhung weit über dem Schnitt vergleichbarer Lohnverhandlunglen - auch ohne ÖGB.

- Weihnachtsgeld und Abfertigung sollen nicht abgeschafft, sondern auf Quartale bzw. Monate umgelegt werden. Damit wird beim Personal eine höhere Flexibilität erreicht und Gewerbetreibende würden nicht durch unleistbare Belastungen im Dezember bzw. vor der Pensionierung in den Ruin getrieben.

- Niemand redet heute von einer Verlängerung der Arbeitszeit, sondern von einer Flexibilisierung. Es ist absolut unrealistisch, wenn Friseure an allen Sonn- und Feiertagen auf Bahnhöfen oder Flughäfen, nicht aber in Stadtzentren freiwillig offen halten dürfen.

Lediglich eine drastische Verkürzung der Arbeitszeit lehnt die Bundesinnung - wie auch z.B. viele öffentliche Betriebe - als unfinanzierbar ab.

Bundesinnungsmeister Franz Pfister: "Unsere hochqualifizierten Mitarbeiter sind unser höchstes Gut. Sie sollen ihrer Leistung entsprechend gut honoriert werden. Wenn man aber weiß, daß aufgrund der vom ÖGB mitgetragenen Sparpakete und Belastungen der Unternehmer in den vergangenen Jahren die Eigenkapitalquote bei Friseurbetrieben im Durchschnitt auf rund 5 Prozent gesunken ist, dann würden die neuerlichen Forderungen des ÖGB tausende Arbeitsplätze vernichten."

Und Pfister weiter: "Unsere Erfolge bei der Friseur-WM und jetzt bei der Berufsolympiade zeigen ebenso wie Millionen zufriedene Kunden, daß wir auch in schwierigen Zeiten, in denen sich die Wirtschaft in ganz Europa umstrukturieren muß, auf dem richtigen Weg sind. Nur weil dem ÖGB die Mitglieder davonlaufen, lassen wir uns unseren schönen Berufsstand nicht von einigen Gewerkschaftsfunktionären vermiesen."

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