Wachstumsmarkt Erneuerbare Energie: Verpaßt Österreich seine Chancen?

Zukunftsbranche braucht faire Einspeisetarife für Strom aus

Wien (OTS) - Erneuerbaren =

Namhafte österreichische Unternehmen und BVEE
schlagen Alarm: Österreich ist am Weg, seine Spitzenposition im Bereich neuer Energietechniken zu verspielen. Schlechte Förderbedingungen für Erneuerbare Energiequellen am heimischen Markt benachteiligen österreichische Firmen im europäischen Wettbewerb. In einer Pressekonferenz des BVEE unterstützen die Firmen Elin Motoren GmbH, Fronius KG und Jenbacher Energiesysteme AG stellvertretend für zahlreiche österreichische Unternehmen die Forderung nach Einspeisetarifen auf EU-Niveau für Strom aus Erneuerbaren.

Österreichische Unternehmen haben sich starke Positionen im Wachstumsmarkt der Erneuerbaren Energien erarbeitet. So produziert die Welser Firma Fronius KG Solarwechselrichter für Photovoltaik-Anlagen, Jenbacher Energiesysteme AG liefert Motoren für Klär- und Biogas-Anlagen und Elin Motoren GmbH baut Generatoren für Windanlagen. Die drei Unternehmen sind notgedrungen stark exportorientiert. Denn Österreich ist Schlußlicht bei den Einspeisetarifen für Strom aus Biomasse, Sonnenenergie, Kleinwasser-und Windkraftwerken. Jetzt schlägt das Wirtschaftsministerium sogar eine weitere Absenkung dieser Tarife im Zuge eines "Fördermodells" vor.

"Fast 95 Prozent unserer Produktion geht ins Ausland. Mangels heimatlichen Marktes, müssen wir sogar unsere Feldversuche zum Test neuer Entwicklungen in Holland oder Dänemark, im Markt der Konkurrenz, unternehmen", erläutert Dr. Günter Herdin, Entwicklungsleiter von Jenbacher, die Nachteile der fehlenden österreichischen Förderungen.

"In der Steiermark bauen 90 Elin-Mitarbeiter Generatoren für Windanlagen. Aber in Österreich gibt es erst eine einzige Anlage mit österreichischem Gnerator. Das Fehlen heimischer Referenzanlagen erschwert uns sowohl den Verkauf als auch die Entwicklung", meint Ing. Rudolf Schulz von Elin Motoren GmbH.

"Während unsere Mitbewerber in Deutschland, Holland oder der Schweiz durch aktive Förderpolitik einen ausgeprägten Heimmarkt vorfinden, droht uns in Österreich ein deutlicher Rückgang der Verkaufszahlen", klagt Dr. Gerhard Rimpler von Fronius KG. "Um das Wachstumspotential dieser Zukunftsbranche für Österreichs Wirtschaft zu nutzen, braucht Österreich ein EU-taugliches Förderprogramm."

Die Firmensprecher und der BVEE rufen die österreichische Regierung auf, ein Förderprogramm für Strom aus dezentralen Erneuerbaren Energiequellen einzuführen, das bis zum Jahr 2007 einen Anteil von 5 % des heimischen Stromverbrauches aus Biomasse, Sonnenenergie, Kleinwasser- und Windkraftwerken sichert. Dazu gehören Einspeisetarife im EU-Spitzenfeld, d.h. über 1,10 Schilling.

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BVEE - Bundesverband Enereuerbare Energie
Mag. Ulfert Höhne
Tel.: 581 12 93

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