Habsburg: Europäische Union ist zur Osterweiterung verpflichtet

Wien (OTS) - "Gerade an der Osterweiterung wird sich zeigen, ob
die Europäische Union in der Lage ist, ihre Aufgaben zu meistern." Für den Europaparlamentarier Karl Habsburg, der auch Präsident der Paneuropabewegung österreich ist, gehört die Erweiterung der Union zu ihren wesentlichen Zielsetzungen. "Die Länder Mittel- und Osteuropas haben aufgrund ihrer Tradition und Kultur, aufgrund ihres Bekenntnisses zu Freiheit und freier Wirtschaft mehr als nur Bittsteller-Status. Ungarn, Kroatien oder die baltischen Staaten sind genauso Teil Europas wie Spanien, Frankreich oder Luxemburg." Auch wenn die Union nicht kurzfristig alle europäischen Staaten aufnehmen kann, müsse diese Erweiterungsperspektive jenen Ländern, die in einer ersten Runde nicht dabei sein werden, signalisieren, daß sie Teil des Ganzen sind. Die Fragestellung des Paneuropa-Gründers Coudenhove-Kalergi "Zusammenschluß oder Zusammenbruch" (a.d. 1922) muß hier in Erinnerung gerufen werden. Eine rein wirtschaftliche Betrachtung der Europäischen Union sei eine unzulässige Verkürzung dieser großartigen Friedensidee.

Auch wenn die Staats- und Regierungschefs an der Frage der Institutionenreform gescheitert sind, dürfe dies nicht zu Lasten der Erweiterung gehen. "Was können jene Länder, die vierzig Jahre Tyrannei hinter sich haben, dafür, daß man im satten Westen um Kommissionsposten und Stimmengewichtung streitet, anstatt sich um die wesentlichen Aufgaben der Union zu kümmern." Wohin langes Zögern und unzulässiger Kuhhandel führen, habe sich am Beispiel Maltas gezeigt. "Schließlich geht es nicht nur um eine Freihandelszone sondern darum, aus der Europäischen Union Paneuropa zu machen", so der christlich-konservative Europaparlamentarier und Präsident der Paneuropabewegung Österreich.

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