Typische Unfallstunde

Wien (OTS) - Zwischen 10 und 11 Uhr und zwischen 14 und 15 Uhr häufen sich die Arbeitsunfälle bei "Sturz + Fall". Die Unfallrate liegt dann bis zu mehr als 100 % höher als in den Früh- oder Abendstunden bzw. zur Mittagszeit.

Die Erklärung ist einfach: Während man dem Höhepunkt der Arbeitsleistung zustrebt, ist man von der Tätigkeit so gefangen genommen, daß man auf "Nebensächliches" wie gehen nicht mehr acht gibt. Die Sicherheitstechniker der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) geben deshalb folgende Tips:

* Risiko bewußt gegensteuern.

Abschalten lernen. Beim Gehen nicht hetzen. Auf den Weg schauen. Handlauf bei Stiegen benutzen.

* Gefahren vor Mittagspause und Arbeitsende erkennen.

Zeitdruck entsteht, wenn eine angefangene Arbeit vor der Pause noch schnell fertiggestellt werden soll. Hektik aber läßt das Gefahrenbewußtsein sinken.

* Auf Ermüdung nach dem Mittagessen achten.

Die Verdauungsarbeit kann schlapp machen. Lieber nur leichte Speisen essen. Wenn möglich die Mittagspause zu einem kleinen Spaziergang nutzen.

* Alkohol während der Arbeitszeit meiden.

Alkohol führt zu Fehleinschätzungen und läßt die Unfallbereitschaft steigen. Wer langsamer reagiert, erkennt Gefahren zu spät!

Unfallspitzen am Vor- und Nachmittag werden nicht nur bei allen Tätigkeiten, sondern auch bei allen Altersgruppen beobachtet. Seien Sie deshalb besonders vorsichtig, wenn Sie auf Leitern oder Gerüste steigen.

Die zum Text zugehörige Grafik ist in der APA-Datenbank "Grafik" mit dem Agenturkürzel OGS abrufbar !

Rückfragehinweis: AUVA

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAU/OTS