Höchtl: Verkehr im Wiener Umland nimmt weiter zu

Nur Verlagerung auf öffentlichen Verkehr kann Verkehrsinfarkt verhindern

Niederösterreich, 14.7.97 (NÖI) "Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, daß die Motorisierung im Zeitraum von 1990 bis 1995 in Bezirk Wien-Umgebung um 29 % zunahm. Dies bedeutet, daß Wien-Umgebung mit einem Motorisierungsgrad von 536 PKW und Kombi pro 1.000 Einwohner zu den Spitzenreitern Niederösterreichs, ja sogar Österreichs gehört", so der niederösterreichische VP-Nationalratsabgeordnete Josef Höchtl.****

Bis zum Jahr 2011 ist jedoch, laut Höchtl, noch mit einem weiteren Anstieg des Motorisierungsgrades um 30 % zu rechnen.
Von den im Leitbild des Niederösterreichischen Landesverkehrskonzeptes enthaltenen Zielen "Vermeiden, Verlagern, Verbessern, Fördern" sieht Höchtl im Verlagern die zentrale Aufgabe in den nächsten Jahren.

"Wir können dem Trend der Abnahme des Anteils der öffentlichen Verkehrsmittel an der Verkehrsleistung im Personenverkehr nur
durch ein Bündel von Maßnahmen entgegenwirken. Dieses muß unbedingt den fortgesetzten Infrastrukturausbau, den gezielten Ausbau von Park & Ride - Anlagen, die Verdichtung der Fahrpläne, eine Ausdehnung der Betriebszeiten, eine Verkürzung der Fahrzeit, die Gewährleistung der Pünktlichkeit, die Abstimmung von Anschlüssen als auch eine Attraktivierung des Tarifangebotes, des Wagenparks und der Stationen bzw. Bahnhöfe zum Inhalt haben", schloß Höchtl.

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