Industrie begrüßt Farnleitnerpläne zur Neuordnung des Strommarkts

Kessler: "4o GWh-Verbrauch pro Jahr bedeutet auch nur 13,8 % faktische Marktöffnung"

Wien (PWK) - Die Bundessektion Industrie begrüßt die heute von Bundesminister Farnleitner vorgestellten wirtschafts- und energiepolitischen Ziele zur Neuordnung des Strommarkts in Österreich grundsätzlich. Vor allem die Ausrichtung auf einen wettbewerbsorientierten Markt noch vor Realisierung des EU-Elektrizitätsbinnenmarkts ist positiv zu beurteilen. Die Erweiterung der zugelassenen Kunden wird von der Industrie unterstützt. Heinz Kessler, Obmann der Sektion Industrie in der WKÖ, erinnert daran, daß die Definition mit 40 GWh-Verbrauch pro Jahr auch nur 13,8 % faktische Marktöffnung bedeutet. "Es wäre das mindeste, alle Verbraucher mit 20 GWh einzubeziehen. Nicht einmal damit wird der von der EU genannte Marktöffnungsgrad von 23 % erreicht." ****

Kritisch zu beurteilen sei die Regelung des Netzzugangs. Die Industrie lehnt es ab, daß der Netzzugang verweigert werden kann, wenn laut Punktation des Wirtschaftsministeriums "die Notwendigkeit des vorrangigen Einsatzes heimischer, insbesondere erneuerbarer Energie unter Beachtung der vorrangigen Nutzung des hydrothermischen Erzeugungssystems" dies erfordert. Es wäre eine kontraproduktive Auslegung der Richtlinie, den Schutz des hydrothermischen Systems als notwendig zur Erfüllung öffentlicher Dienstleitungen zu definieren. Wettbewerb als Ziel kann damit erfolgreich verhindert, mahnt Kessler die Richtlinienerfüllung ein.

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