Ruhezeiten bei Lehrlingen gefährden Lehrstellenangebot

Mayr fordert von Gewerkschaft, praxisnahen Regelungen zuzustimmen

PWK (Wien) - Die Lehrlingsbeschäftigung in Österreich dürfte sich in den kommenden Monaten in bestimmten Branchen noch schwieriger gestalten als dies ohnehin vorausgesagt wird. Vor allem bei Bäckern, Konditoren und Fleischern stößt eine neue Bestimmung im Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz auf großen Unmut. Nach dieser neuen Regelung müssen Lehrlinge, die am Samstag, wenn auch nur am Vormittag, beschäftigt werden, den darauffolgenden Montag frei haben. Früher war eine Wochenendruhe von 43 Stunden vorgesehen, was sowohl bei den Betrieben als auch den Lehrlingen akzeptiert wurde. ****

Martin Mayr, Leiter der Sozialpolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich: "Bei der neuen Gesetzesregelung wurde eine EU-Richtlinie wieder einmal viel zu streng umgesetzt. Die EU-Richtlinie sieht für Jugendliche zwar zwei Ruhetage innerhalb einer Woche vor, diese Tage müssen aber nicht unbedingt zusammenhängen. Überdies läßt die Richtlinie aus technischen oder organisatorischen Gründen auch eine kürzere Ruhezeit als zwei Tage zu; es müssen bloß zumindest 36 Stunden Freizeit gewährt werden."

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Sozialpolitische Abteilung
Tel: 01/50105-4286Dr. Martin Mayr

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