Grasberger: Mehr Gerechtigkeit für Mitglieder der FFW in Katastropheneinsätzen

Freiwillige Helfer im Hochwasser-Dauereinsatz

Niederösterreich, 11.7.97 (NÖI) "Der Bezirk Lilienfeld ist
von der Hochwasserkatastrophe ganz besonders schlimm betroffen.
Das wahre Ausmaß der Schäden wird erst allmählich sichtbar, und es ist noch weit ärger als ohnehin schon angenommen. Viele
Leute stehen vor dem nichts", sagte heute der
niederösterreichische Bundesrat Walter Grasberger. "Besonderen
Dank möchte ich dabei an die tausenden freiwilligen Helfer aussprechen. Viele von ihnen, vor allem die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, stehen seit Tagen im Dauereinsatz und stellen ihre Hilfe in den Dienst der guten Sache", so
Grasberger weiter.

"In diesem Zusammenhang richte ich aber auch eine Forderung
an Bundeskanzler Klima: Es wäre ein Gebot der Stunde, würden
die FFW-Männer, gleichgültig aus welchem Beruf sie kommen, finanziell gleichgestellt werden. Zur Zeit ist es so, daß
einzelne Berufsgruppen einen Verdienstentgang für die
Einsatzdauer geltend machen können, andere nicht. Die Feuerwehrmänner leisten tagelang enorme Arbeiten, müssen aber durch ihren Einsatz für die Allgemeinheit, ihren Zivilberuf vernachlässigen und erleiden dadurch einen beträchtlichen Verdienstentgang. Ich finde, daß es daher selbstverständlich
ist, diesen opferbereiten Menschen eine finanzielle Abgeltung
bei Katastropheneinsätzen zukommen zu lassen", so Grasberger. "Derzeit orte ich eine gewisse Mißstimmung innerhalb der Feuerwehren. Diesbezügliche Signale von der Bundespolitik
würden sicher zu einer Besserung des Klimas führen", schloß Bundesrat Grasberger.

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