Promille-Grenze: Gastgewerbe für rigorose Alkoholkontrollen

Kröll: "Jetzt gemeinsam gegen gefährliche Autorowdies und Risiko-Lenker" - Konkrete Aktionen statt Alibi-Maßnahmen

Wien (PWK) - Das Gastgewerbe sieht sich durch Beibehaltung der 0,8-Promille-Grenze in seiner bisherigen Linie bestärkt, wonach die kleine Gruppe der gefährlichen Autorowdies und "Promille-Trinker" sehr wohl bestraft und aus dem Verkehr gezogen, nicht jedoch die überwiegende Mehrheit der harmlosen Gasthausbesucher von vornherein verunsichert werden soll. ****

"Die österreichischen Gastwirte begrüßen alle verschärften Maßnahmen gegen Risikogruppen im Straßenverkehr. Wir werden uns dafür einsetzen, daß die bestehenden Alkohol-Limits strenger als bisher kontrolliert werden. Eine pauschale Diffamierung der Gäste der heimischen Gastronomie lehnen wir jedoch weiter ab", kommentiert der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Hansjörg Kröll, das gestrige Abstimmungsergebnis im Parlament.

Es sei erfreulich, daß sich die emotionale Stimmungsmache nicht durchgesetzt habe. Kröll verwies auf die Ergebnisse bisheriger Untersuchungen, wonach der Großteil der alkoholbedingten Unfälle durch Lenker verursacht wird, bei denen ein Blutalkoholgehalt von rund 1,6 Promille (oder mehr) festgestellt wird. In Deutschland wurde erhoben, daß nur jeder sechshundertste Autofahrer, der mit mehr als 0,8 Promille im Blut fährt, von der Polizei erwischt wird.

Man werde sich jetzt gemeinsam bemühen müssen, die wirklich gefährlichen Lenker durch Informationen und notfalls auch durch rigorose Maßnahmen vom Autofahren abzuhalten. "Das bringt für die Verkehrssicherheit mit Sicherheit mehr als eine neue Grenze, die von den echten 'Problemtrinkern' nicht ernstgenommen würde und sich nach einiger Zeit als bloße Alibiaktion entpuppt".

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Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft

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