Runder Tisch führender Juden und Verfechter der Menschenrechte verurteilt "ethnische Säuberung in Deutschland"

Appell an die Öffentlichkeit, den Trend der deutschen Diskriminierung von Minderheiten umzukehren

Wien (OTS) - Ein Runder Tisch von Holocaust-Experten und
Verfechtern der Menschenrechte rief kürzlich dazu auf, den Druck auf die Regierung Deutschlands zu verstärken, um der ansteigenden Intoleranz und Diskriminierung von religiösen Minderheiten ein Ende zu setzen.

Unter dem Vorsitz von Allen I. Freehling, Oberrabbiner der Synagoge der Universität Los Angeles, verlieh die Konferenz, die die "ethnische Säuberung in Deutschland" zum Thema hatte, ihrer tiefen Betroffenheit über Deutschlands Verletzungen der Religionsfreiheit und der Menschenrechte Ausdruck.

"Der Ausdruck 'ethnische Säuberung' ist wahrscheinlich der am zutreffendste, wenn man sieht, was heute in Deutschland vor sich geht. Menschen werden aus einem einzigen Grund diskriminiert, nämlich weil sie einer bestimmten Gruppe angehören", sagte Rabbiner Freehling. Auf die Frage, warum amerikanische Wissenschafter und Menschenrechtsexperten über die Diskriminierung in Deutschland betroffen seien, wies er darauf hin, daß alle anderen die Auswirkungen zu spüren bekämen, wenn das Unrecht von einem Volk ausgehe.

Dr. Harry James Cargas, Vizepräsident der jährlich stattfindenden Konferenz von Wissenschaftlern des Holocaust International Advisory Commitee von Yad Vashem, führte im Detail Beispiele der Intoleranz gegenüber Minderheiten in Deutschland auf - einschließlich gegen Kurden, Türken, Roma und Homosexuelle.

Dr. Barry Fisher, Anwalt für die Menschenrechte, beschrieb die weitreichende Diskriminierung von Scientologen: "Viele haben ihre Anstellung verloren, sie durften keine Bankkonten eröffnen, ihre Kinder wurden aus Schulen geworfen, und in Bayern ist es ihnen nicht erlaubt, im öffentlichen Dienst zu arbeiten. Internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen und das US State Department haben die diskriminierenden Praktiken gegen Scientologen in Deutschland veruteilt.

Gerhard Waterkamp, Gründer der Vereinigung für Freiheit und Rechte für Minderheiten (ALARM - Alliance for Liberty and Rights of Minorities), beschrieb, wie sich seine Großeltern unter den Nazis geweigert hatten, sich zu unterwerfen, und daß sein Großvater sein Leben riskiert hatte, als er Juden half. Waterkamp gründete die Gruppe ALARM, nachdem er letztes Jahr von der Position einer höheren Führungskraft (verantwortlich für 5000 Mitarbeiter) entlassen worden war - aus dem einzigen Grund, weil er Scientologe ist.

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