Hecht kritisiert Kultur-Budgetverteilung des Vorjahres

Marboe soll Weichen der Kulturförderung neu stellen

Wien (OTS) "Bei allen positiven Erneuerungen, die Wiens Ex-Kulturstadträtin Ursula Pasterk in den vergangenen Jahren für das Kulturbudget der Stadt bewirkt hatte, ist es doch auch zu einer unhaltbaren Einseitigkeit bei bestimmten Förderungen gekommen," kritisiert die liberale Kultursprecherin Gabriele Hecht den Rechnungsabschluß.

So könne es nicht bleiben, daß all jene Institutionen, die ohnehin hoch subventioniert werden, immer mehr bekommen, meinte Hecht in Richtung des neuen Stadtrates Peter Marboe. Besonders die nach wie vor überhöhte Subvention der Vereinigten Bühnen, die beinahe die Hälfte des Theaterbudgets der Stadt ausmache, müsse im Sinne derer umverteilt werden, die als Künstler von der "Hand in den Mund" leben.

Im speziellen denke sie dabei an die Freie Tanzszene, so Hecht, denn diese Szene, die deutlich erkennbar im Aufwärtstrend liege, muß mit einem Produktionsbudget von 8 Millionen Schilling auskommen. Das Liberale Forum hat zu diesem Punkt auch bereits einen Antrag im Gemeinderat eingebracht, demnach das Budget für Tanz als erste Sofortmaßnahme umgehend angehoben werden müsse.

"Wenn es möglich ist, aus dem Kulturbudget der Stadt arrivierten und reichen Künstlern wie Attersee 5 Millionen für eine Geschäftsfassadenverzierung zu bezahlen - das ist im übrigen die weitaus höchste Einzelförderung der Stadt - wenn andererseits notleidendenden bildende Künstler mit 118.000 öS abgespeist werden, dann stellt sich doch das System der Subventionen grundsätzlich in Frage", meinte Hecht.

Sie hoffe, daß Kulturstadtrat Marboe die falschen Weichenstellungen seiner Vorgängerin im Sinne der Wiener KünstlerInnen korrigieren werde. Als konkreten nächsten Schritt empfiehlt Hecht Marboe dort anzusetzen, wo wirklich Bedarf bestehe, zum Beispiel in die Infrastruktur des zeitgenössischen Tanzes anstelle von Renommierinstitutionen zu investieren.

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