Bevölkerung zufrieden mit Euro-Auszeichnung am Wiener Graben: Kleine Ursache - große Wirkung

Wien (OTS) - Mehrheitlich positiv steht das Publikum zur Euro-Initiative der Wiener Graben-Kaufleute. Das ergab eine Umfrage des Gallup-Institutes, die zur "Halbzeit" der vierwöchigen Service-Aktion durchgeführt wurde. Seit 12. Juni 1997 zeichnen 35 führende Geschäfte am Graben die Preise ihrer Waren sowohl in Schilling als auch in Euro (Umrechnung auf Basis des Ecu-Kurses vom 6. Juni 1997, auf 10 Cent abgerundet) aus.

64 Prozent der Befragten haben die doppelte Preisauszeichnung in Schilling und Euro bewußt wahrgenommen. Besonders interessiert zeigen sich die Männer und die über 50jährigen.

Ausschlaggebend für die Beurteilung der Aktion ist vor allem die Grundeinstellung zum Euro: Während jene Menschen, die den Euro begrüßen, die Informationstätigkeit der Grabenkaufleute mit der sehr guten Note 1,52 bewerten, vergeben die Euroskeptiker nur die Durchschnittsnote 2,79. Nahezu die Hälfte der Befragten (bei Eurobefürwortern sind es sogar fast 65 Prozent) halten die Aktion jedenfalls für geeignet, sich näher mit dem Euro zu beschäftigen, rund 70 Prozent bezeichnen sie als "sehr gut" oder "eher gut". Die Initiative wird vor allem deshalb begrüßt, weil "man sich besser gewöhnen kann", sie "praktisch" ist und man "ein Gefühl für den Euro bekommt". Kritiker der Aktion finden sich nahezu ausschließlich unter jenen Menschen, die sich selbst als strikte Euro-Gegner bezeichnen und schon aus diesem Grund nicht mit der zukünftigen Währung konfrontiert werden wollen.

Interessant ist die Frage nach anderen Informationsquellen zum Thema Euro: rund 76 Prozent der Informationen stammen aus Fernsehen und anderen Medien. Dahinter treten politische Parteien/Regierung mit 16 Prozent, bzw. Banken und Nationalbank mit 9 Prozent stark zurück. Immerhin 4 Prozent der Befragten geben an, bisher noch keine Informationen über den Euro bekommen zu haben.

Graben-Obmann Friedrich Jonak sieht den Wert der Euro-Aktion vor allem in ihrer "Praxisnähe": "Der einfache und realistische Zugang zum Euro hilft den Konsumenten vielleicht mehr, die Distanz zu überwinden und Vertrauen zu gewinnen, als umfangreiche Erklärungen." Graben-PR-Berater Dr. Paul Ferstel (Partners in PR) ergänzt: "Die gewählte Art der Information über das emotional schwierige Thema Euro ist bestens geeignet, zur Überwindung eventuell vorhandener Ängste beizutragen."

Rückfragen & Kontakt:

Partners in PR
Dr. Paul Ferstel
Tel.: 512 90 88

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS