FWVÖ-Vorschlag zur finanziellen Entlastung beim Arbeitnehmerschutz abgelehnt

Wirtschaftsbund verhindert Entlastung für Betriebe!

Wien (OTS) - "Wer es ablehnt, daß den Kleinbetrieben sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Beratung kostenlos zur Verfügung gestellt wird, hat keinen Vertretungsanspruch für die Mehrheit der österreichischen Selbständigen!" Scharfe Kritik am "engstirnigen Abstimmungsverhalten" des Wirtschaftsbundes übte Kammerrat Hans Paulas für den Freien Wirtschaftsverband Österreich (FWVÖ) beim Kammertag der Wirtschaftskammer Österreich am Freitag in Wien.

Die ÖVP-Wirtschaftsvertreter hatten das FWVÖ-Modell zur Entlastung von Betrieben mit weniger als 11 Arbeitnehmern abgelehnt. Der mit der Unfallversicherungsanstalt abgestimmte Vorschlag, hätte es ermöglicht, daß die AUVA ihre sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Einrichtungen den Kleinbetrieben zur Verfügung stellt. Paulas: "Damit wäre ein Großteil der Arbeitnehmerschutz-Verpflichtungen der Betriebe erfüllt gewesen. Die AUVA verfügt über die dementsprechende personelle Ausstattung und im Bereich der Prävention auch über das langjährige Know-how!" Ohne Unterstützung sei ein Kleinbetrieb mit der Erfüllung der gesetzlichen Auflagen im Arbeitnehmerschutz jedenfalls nachhaltig belastet.

Der Wirtschaftsbund vertraue in diesem Bereich jedoch offenbar voll auf den Staat. Dabei sei die AUVA jene Einrichtung, die ja ohnehin aus den Beiträgen der Unternehmer finanziert werde. Paulas:
"Unser Modell würde sich nahtlos in die schon bisher hervorragenden Leistungen dieser Institution für die Sicherheit im Betrieb, die Arbeitnehmern und Arbeitgebern zugute kommt, einfügen!". Diese Haltung des Wirtschaftsbundes können sich die Unternehmer jedenfalls schon jetzt für die nächste Wirtschaftskammerwahl vormerken, mahnte Paulas.

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