Dirnberger: Klare Absage an das Road-Pricing-System

Roadpricing bedeutet Pendler mit Lichtschranken schrankenlos schröpfen

Niederösterreich, 3.7.97 (NÖI) Eine klare Absage wird heute
im Rahmen der Sitzung des niederösterreichischen Landtages dem
vom Bund geplanten "Road-Pricing-System" erteilt. So bedeutet Road-Pricing, die Pendler mit Lichtschranken schrankenlos schröpfen", dies erklärte LAbg. Alfred Dirnberger.****

"Studien haben ergeben, daß Pendler durch dieses System mit
bis zu 30.000 Schilling pro Jahr mehr belastet werden. Gerade
in Zeiten, in denen Mobilität oftmals verlangt wird, können wir unseren Arbeitnehmern keine Prügel vor die Füße werfen. Dazu kommen noch die Gründe des Daten- und Konsumentenschutzes. In
der Bundesrepublik Deutschland hat man gerade wegen des Datenschutzes die Überlegung der elektronischen Bemautung
wieder verworfen", erklärte Dirnberger.

Dirnberger wies darüber hinaus darauf hin, daß durch das "Road-pricing" Autobahnen in Zukunft gemieden würden und die Ortsdurchfahrten bis zu zwei Drittel mehr Durchzugsverkehr
erhalten würden, wodurch die Wohnqualität sinkt und die Unfallzahlen und Verkehrsopfer steigen würden. "Eine klares
Nein sagen wir auch zu der Einführung des Road-Pricing-Systems
für Lastkraftwagen. Dies wäre nämlich nur der Beginn für die Einführung eines solchen Systems für PKW's", betonte
Dirnberger.

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