Gewerbeverein: ÖGB killt Praktikantenstellen

Wien (OTS) - Es muß offensichtlich so schmerzlich sein, jährlich Mengen von Mitgliedern zu verlieren, daß man seitens des ÖGB und via pauschaler Verunsicherung nunmehr den Ferialpraktikanten die Arbeitgeber madig macht.

Formulierungen wie: "bei der Beschäftigung von Ferialpraktikanten gibt es immer wieder gesetzliche Mißstände" sind ja im höchsten Maß vertrauensbildend. Mit "immer wieder" ist wohl "laufend" und bei "jedem Arbeitgeber" gemeint.

Wer schon einmal probierte eine Pflichtpraktikantenstelle zu bekommen, weiß wie schwer dies generell ist und daß die Nachfrage der Wirtschaft gering ist - sogar im Tourismusbereich. Im ÖGB wird ja das nicht so schwierig sein, da hilft vielleicht das richtige Netzwerk.

Daß Arbeitgeber nicht viel Lust zur Ausbildung von Praktikanten aufbringen, ist bei dieser Einstellung des ÖGB wohl nur allzu verständlich. Wenn Ferialpraktikanten wirklich so leicht ausbeutbar wären, wie es der ÖGB unterstellt, dann frägt man sich, warum die Nachfrage nach diesen "schützenswerten und armen Hascherln" so gering ist.

Der ÖGB will sich etwas Gutes tun: Bereits die Jugend über die -seiner Ansicht stets - unfairen Praktiken der Unternehmer aufzuklären, um sie später ganz sicher als Mitglieder zu gewinnen.

Alleine die Taktik des ÖGB ist schon ein wenig vordergründig angelegt. Wer glaubt, Unternehmer bereits Schülern gegenüber schlecht zu machen, der schafft kein wirtschaftsfreundliches Klima in Österreich.

Und eines sollte sich der ÖGB sehr genau merken: Unternehmer brauchen keine Pflichtpraktikanten, Pflichtpraktikanten aber sehr wohl Unternehmer! Noch besser wäre allerdings, wenn der ÖGB gleich selbst als Arbeitgeber der Pflichtpraktikanten auftritt. Im ÖGB ist ja, wie man seit einigen Kollektivvertragsrunden weiß, das Arbeitsrecht in besten Händen.

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