Gewerbeverein: ÖGB ist"Njet-Fraktion" bei Pensionsreform

Wien (OTS) - Daß ein zunehmend überalterndes Österreich nicht mehr jene Pensionen auszahlen kann, wie in früheren Zeiten, muß nicht mehr wissenschaftlich belegt werden, sondern ist eine Binsenweisheit.

Es gibt zwar beim ÖGB noch immer Phantasten, die glauben, man könnte mit Mini-Korrekturen das System bis in alle Ewigkeit konservieren (Sallmutter), aber die sind der Verdrängerfraktion zuzurechnen.

Vom ÖGB sind bisher noch keinerlei konstruktive Vorschläge zur Pensionsreform gekommen. Vom BMAGS auch nicht. Wer vor lauter Angst vor dem nächsten Wahltermin nicht eine massive Strukturreform durchzuführen wagt, setzt massiv den sozialen Frieden in Österreich aufs Spiel. Die Beitragszahler von heute - Arbeitgeber wie Arbeitnehmer - wissen bereits jetzt, daß sie die Verlierer von morgen sein werden. Der Generationenkonflikt wird demnach unbewußt von den Verwantwortlichen - leichtfertig - heute schon vorprogrammiert - so der Präsident des Österreichischen Gewerbevereins, Prof. Friedl Bakalowits.

Vordringlichste Aufgabe - das hat sogar schon die Bundesregierung in ihrem Bereich erkannt - ist es, die Administration der Sozialversicherung von Betriebsberatern auf Einsparungspotential hin zu durchleuchten. Zugegeben, damit wird das System nicht gerettet, aber ein initiales Zeichen gesetzt.

Wenn Gewerkschaften stets vollmundig von Solidarität sprechen, dann dürfen sie auch nicht übersehen, daß es im öffentlich-rechtlicehn Bereich eben heute noch die 100.000,-Maximalpension (pro Monat) gibt, von der ein Gewerbetreibender oder ASVG-Versicherter nur träumen kann.

Es geht nicht um "ein Ausspielen" der verschiedenen Pensionistengruppen. Es gibt nur keinen gerechtfertigten Grund, daß der Steuerzahler den pensionierten Beamten mit einem Vielfachen dessen subventioniert, mit dem andere Pensionisten auskommen müssen. Beamte sind auch Arbeitnehmer - auch wenn sie glauben, ihre überzogenen Privilegien mit unsinnigen Streiks und Aufmärschen verteidigen zu müssen.

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