Kröll begrüßt Maßnahmen gegen Risikogruppen im Straßenverkehr

"Konkrete Schritte statt emotioneller Argumentationen" - Einfache Senkung der Promillegrenze wäre Alibihandlung

Wien (PWK) - Die von VP-Verkehrssprecher Helmut Kukacka am
Dienstag vorgelegten Vorschläge zur Reform der Straßenverkehrsordnung werden von der Tourismuswirtschaft begrüßt. "Endlich einmal ein brauchbarer Vorschlag, der sich an den tatsächlichen Problemgruppen (jugendliche Autofahrer, "Promilletrinker" und Drogenkonsumenten) orientiert und nicht pauschal die Gäste der heimischen Gastronomie ins Visier nimmt", erklärt dazu der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Hansjörg Kröll. ****

Für das ohnehin mit Schwierigkeiten kämpfende heimische Gastgewerbe ist es ganz wichtig, daß die Besucher aus Deutschland, Italien oder der Schweiz, wo ebenfalls die 0,8-Promille-Grenze gilt, nicht unnötig verunsichert werden und um unser Land womöglich einen Bogen machen, begründet Kröll seine volle Zustimmung mit dem vorgelegten Stufenplan. Der Kukacka-Plan sieht, wie berichtet, strenge Maßnahmen für die drei genannten Verkehrs-Risikogruppen, eine Verdreifachung der Strafen bei höherer Alkoholisierung, eine Verlängerung des Probeführerscheins sowie nicht zuletzt effektivere Alkoholkontrollen wie etwa durch die Einführung von "Alko-Vortestgeräten" vor.

Kröll erinnert daran, daß die von jeder Änderung direkt betroffene Tourismuswirtschaft schon seit längerem bemüht ist, die bisher rein emotionell geführte Diskussion auf eine sachliche Ebene zu bringen.

Der wirklich schwache Punkt in der ganzen Sache ist die mangelhafte Kontrolle der bestehenden Vorschriften bzw. der oben genannten Risikogruppen. Eine Senkung der Promillegrenze allein ist hingegen nichts als eine reine Alibimaßnahme, die keine Senkung der Zahl der Verkehrstoten erwarten läßt. Nach deutschen Untersuchungen wird nur jeder sechshundertste Autofahrer, der mit mehr als 0,8 Promille im Blut fährt, von der Polizei erwischt. Anstatt den Kreis der potentiellen Verkehrssünder auf den harmlosen Bereich von 0,5 Promille auszuweiten, sollte man, so Kröll, alles daransetzen, die wirklich gefährlichen Autolenker durch strenge Kontrollen aus dem Verkehr zu ziehen.

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Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft

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