Erweiterung im Bereich der Feinchemie: DSM Fine Chemicals baut zweite Glyoxylsäureanlage in Linz

Linz (OTS) - DSM Fine Chemicals, eine Business Group des niederländischen Chemie- und Kunststoffkonzerns DSM N.V. hat sich dazu entschlossen, bei DSM Chemie Linz am Chemiestandort Linz eine zweite Anlage zur Erzeugung von Glyoxylsäure zu errichten. Die Anlage, die im ersten Quartal 1999 in Betrieb genommen werden soll, wird eine Kapazität von 7.500 Jahrestonnen haben. Dies bedeutet eine Verdoppelung der Gesamtkapazität für Glyoxylsäure. Für die Erzeugung von Glyoxylsäure wird die von DSM Chemie Linz entwickelte Technologie "Ozonolyse & Reduktion" angewendet.

Mit dem Bau einer zweiten Glyoxylsäureanlage festigt die DSM Chemie Linz ihre starke Position als Lieferant dieses Produktes. Die Erweiterung paßt zudem in die Strategie von DSM, die darauf abzielt, den Umsatz im Bereich der Feinchemie durch autonomes Wachstum und durch Akquisitionen weiter zu steigern.

Glyoxylsäure - ein Spitzenprodukt der DSM Chemie Linz

Der Markt für Glyoxylsäure ist von einem starken Wachstum geprägt, das durchschnittlich bei 5 % pro Jahr liegt.

Bei der Glyoxylsäure handelt es sich um eine Feinchemikalie mit hoher Wertschöpfung, einem komplexen chemischen Zwischenprodukt, das insbesondere in Arzneimitteln (halbsynthetische Antibiotika) sowie in Duft- und Aromastoffen zum Einsatz gelangt. Weitere Anwendungsgebiete von Glyoxylsäure sind Agrochemikalien, Chemikalien für Kosmetika sowie Farbstoffe und Pigmente.

Ozonolyse

Glyoxylsäure wird nach der von DSM Chemie Linz entwickelten Technologie "Ozonolyse & Reduktion" hergestellt. Diese Technologie auf Basis von Ozon und Wasserstoff wurde vor einigen Jahren entwickelt und bedeutete einen Durchbruch für die Entwicklung einer Reihe neuer chemischer Produktionswege. Bei der Glyoxylsäure wurde diese Technologie erstmals in größerem, industriellem Maßstab angewendet. Die Technologie bietet einige bedeutende Vorteile, wie etwa eine sehr geringe Belastung der Umwelt (praktisch keine Emissionen, keine Abfallströme und kein Abwasser), eine sehr hohe Produktreinheit sowie eine höhere Sicherheit während der Prozeßführung.

DSM Chemie Linz

Die DSM Chemie Linz wurde Anfang 1996 von der DSM akquiriert. Das Unternehmen hat einen Umsatz von etwas mehr als 2,5 Milliarden Schilling und beschäftigt etwa 840 Mitarbeiter. Die zwei Haupttätigkeitsbereiche der DSM Chemie Linz sind "Standard Intermediates" (u.a. Maleinsäureanhydrid und Folgeprodukte) und "Advanced Intermediates", d.s. komplexe Feinchemikalien mit hoher Wertschöpfung, die u.a. als Lohnproduktion auf Exklusivbasis für pharmazeutische und agrochemische Industriezweige produziert werden.

DSM Fine Chemicals

Die DSM Fine Chemicals B.V. (Hauptgeschäftsstelle in Heelen, Niederlande, 2.700 Mitarbeiter) repräsentiert die Aktivitäten der DSM auf dem Gebiete der Feinchemie, erzielte 1996 einen Umsatz von rd. 7,5 Milliarden ATS und unterhält Produktionsstandorte in zehn Ländern der Welt. DSM strebt eine Ausweitung des Umsatzes von DSM Fine Chemicals auf eine Größenordnung von 2 Milliarden NLG (= 12,6 Mrd. ATS ) um das Jahr 2000 an. Diese Umsatzsteigerung soll durch organisches Wachstum und Akquisitionen, vor allem in den USA und im Fernen Osten, erreicht werden.

Die DSM Fine Chemicals besteht aus fünf Business Units: DSM Chemie Linz, DSM Special Products, DSM Deretil, DSM Andeno und Holland Sweetner Company. Die Hauptmarktsegmente dieser Business Groups sind Pharma-Chemikalien, Agrochemikalien, Duft- und Aromastoffe sowie Intensivsüßstoffe.

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