Deutsche Telekom AG: Verständigung der Deutschen Telekom mit CLT/UFA und der KirchGruppe über die Öffnung des digitalen Fernsehmarktes

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Deutsche Telekom neutraler Betreiber
der technischen Plattform Preiserhöhung um 15 Prozent für Herbst 1997 geplant

CLT/UFA und die KirchGruppe haben sich mit der Deutschen Telekom über Eckpunkte zur Öffnung des digitalen Fernsehmarktes verständigt. Damit soll eine Grundlage für die beschleunigte Entwicklung des digitalen Fernsehmarktes in Deutschland geschaffen werden, die neue Chancen für alle Programmanbieter schafft, die sich im digitalen Markt betätigen wollen.

Diese Verständigung umfaßt folgende Kernpunkte:

- Die Telekom errichtet und betreibt - mit uneingeschränktem Verfügungsrecht - die Programmanbieter-neutrale technische Plattform (einschließlich CA) für das digitale Fernsehen im Kabel.

- Damit ist sichergestellt, daß das Kabel diskriminierungsfrei für alle Anbieter digitaler Programme zur Verfügung gestellt wird. Dies gilt insbesondere auch für die öffentlich-rechtlichen Programmanbieter. Es ist gewährleistet, daß jeder Haushalt mit einem Digitaldecoder künftig auf alle digitalen Angebote zugreifen kann.

- Die PayTV-Strukturen verändern sich dadurch von einer "proprietären Analog-Technik" (Premiere-Decoder), die nur für Premiere-Abonnenten nutzbar war, hin zu einer offenen standardisierten digitalen Decodertechnik. Eine solche Öffnung, von der auch Dritte profitieren, ist im internationalen Vergleich beispiellos.

- Als neutraler Betreiber der technischen Plattform bietet die Deutsche Telekom eine Programmanbieter-unabhängige Benutzerführung (EPG) an.

- Die Telekom wird das Conditional Access System der Firma Beta Research und die an das Kabel angepaßte d-box oder andere Decoder, die diesen Standard verwenden, einsetzen.

- Um sicherzustellen, daß es im Kabel- und im Satellitenmarkt einen einheitlichen Standard gibt, haben sich Telekom, CLT/UFA und KirchGruppe auf eine neue Gesellschafterstruktur der Technik-Entwicklungsgesellschaft Beta Research geeinigt. Telekom, CLT/UFA und KirchGruppe werden jeweils ein Drittel der Anteile halten.

- Die Deutsche Telekom hat in den Verhandlungen mit CLT/UFA und der KirchGruppe eine Einigung über die Entgelte erzielt, die die Telekom für die Verbreitung der digitalen Signale in ihren Kabelnetzen erhält. Diese Entgelte umfassen einen jährlichen Festpreis pro Hyperbandkanal sowie einen prozentualen Umsatzanteil.

- CLT/UFA und KirchGruppe gehen davon aus, daß sie für ihre Programme Premiere und DF1 sieben digitale Kanäle im Hyperband benötigen.

Sowohl die Deutsche Telekom als auch CLT/UFA und KirchGruppe haben bereits erhebliche investive Vorleistungen in den digitalen Fernsehmarkt getätigt. Mit ihrer Verständigung schaffen die drei Unternehmen nun auch und gerade für weitere Veranstalter die Voraussetzungen dafür, daß digitales Fernsehen in Deutschland mit Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg betrieben werden kann. Dadurch werden auch die Bedingungen dafür geschaffen, daß weitere Programmanbieter digitale Angebote im deutschen Kabelmarkt zu nicht-diskriminierenden Bedingungen plazieren können.

Für einen Übergangszeitraum bis Ende 1998 stellt die Deutsche Telekom im Hyperband zwei zusätzliche analoge Kanäle zur Verfügung. Mit der Erweiterung des Angebots ist für den Herbst eine Preisanpassung vorgesehen. Danach wird sich der monatliche Preis für Einzelnutzerverträge von 22,50 Mark um 15 Prozent auf 25,90 Mark erhöhen. Die letzte Preisanpassung für den Kabelanschluß war 1992 vorgenommen worden. Seither war der Preis trotz Einführung der Mehrwertsteuerpflicht zum 1. Januar 1996 konstant geblieben.

Deutsche Telekom AG, Presse und Informationen Tel. 0228-181-4949

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