VEÖ-Modell sieht lediglich 0,1 Prozent-Wachstum bei erneuerbaren Energiequellen vor

Greenpeace: Bankrotterklaerung für Umwelt- und Technologiepolitik Österreichs

Wien (OTS) - Nach einer aktuellen Berechnung von Greenpeace Österreich würde der Anteil umweltfreundlicher Energien am heimischen Stromaufkommen um lediglich 0,1 Prozent wachsen, ginge es nach dem Modell des Verbands der Elektrizitätswerke Österreichs (VEÖ) zur Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen ins Netz. Greenpeace fordert, dass der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromaufkommen innerhalb der nächsten zehn Jahre fünf Prozent erreichen müsse. "Wenn die Minister Bartenstein und Farnleitner dem Vorschlag des VEÖ ohne grundlegende Änderungen zustimmen, dann wäre dies eine Bankrotterklärung für die österreichische Umwelt-und Technologiepolitik", erklärte Alexander Egit, Sprecher von Greenpeace.

Für morgen, Donnerstag, ist im Wirtschaftsministerium eine erste Gesprächsrunde zum Thema Einspeisetarife für erneuerbare Energien anberaumt. Insgesamt sind für die kommenden Wochen drei Verhandlungsrunden vereinbart. Beim morgigen ersten Termin werden Vertreter des Wirtschaftsministeriums, von Greenpeace und vom Bundesverband erneuerbare Energien (BVEE) zusammenkommen. Zum darauffolgenden zweiten Termin werden zusätzlich Vertreter des Umweltministeriums, der Österreichischen Kommunalkredit (ÖKK) und des VEÖ erwartet. In einer abschliessenden Runde mit gleicher Zusammensetzung wird unter der Anwesenheit des federführenden Wirtschaftsministers Dr. Hannes Farnleitner über die Zukunft der erneürbaren Energien in Österreich verhandelt werden.

Seit Ende 1996 fehlt in Österreich eine Regelung für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Bis 1.Juli 1997 hätte eine Neuregelung in Kraft treten sollen. Der bislang vorgelegte Entwurf des VEÖ ist jedoch heftig umstritten, sodass die Frist für die Neuregelung vom Wirtschaftsminsterium um mindestens einen Monat verlängert wurde.

Weitere Informationen: Mag. Alexander Egit, Greenpeace Österreich, Telefon: 0664/3262555 oder 01/7130031

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