Führendes Internationales Zentrum für Menschenrechte verurteilt in einem neuen Bericht deutsche Diskriminierung von Scientologen

Wien (OTS) - Das renommierte Zentrum für Menschenrechte der Universität Essex in England hat die Diskriminierung von Scientologen durch die deutsche Regierung entschieden verurteilt. Die Kritik ist Inhalt eines Berichtes einer groß angelegten Untersuchung von Menschenrechten, der kürzlich im Londoner Hauptsitz von Amnesty International vogestellt wurde.

Von dieser Untersuchung wird angenommen, daß sie eine klar umrissene Studie über internationale Religionsfreiheit ist. Der Bericht des Zentrums stützt sich auf die Vereinten Nationen, das US State Department und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, die letzten Monat bereits eine vorläufige Zusammenfassung des Berichts des Zentrums veröffentlicht hat.

Der Bericht enthält die schärfste Kritik von religiöser Diskriminierung in Deutschland durch eine offizielle Organisation für Menschenrechte seit dem zweiten Weltkrieg. Unter dem Titel "Freiheit von Religion und Galuben: Ein Weltbericht" wurden Menschenrechte in über 50 Ländern untersucht. Der Bericht wurde von dem Direktor des Zentrums Dr. Kevin Boyle und dem Mitglied Juliet Sheen herausgegeben.

"In Deutschland wird Demokratie als Ideologie benutzt, um Konformität zu erzwingen. Es ist bestürzend, wenn man entdeckt, daß der Staat, einige seiner Politiker und Bewohner, einen gut bekannten Weg der Diskriminierung und Intoleranz benutzen, um zur Intoleranz gegen eine neue religiöse Minderheit, nämlich den Scientologen, anzustiften", so das Zentrum.

"Die (deutschen) Behörden billigen und unterstützen aktiv die Diskriminierung von Scientologlen im privaten Bereich mit dem Ziel, Scientologen aus dem Wirtschaftsleben auszuschließen und die gesellschaftliche und finanzielle Unterstützung von Mitgliedern und ihre Familien durch ihr Einkommen oder ihre gesellschaftliche Aktivitäten einzuschränken... Deklarationen und Distanzierung sind Bestandteile dieser Intoleranz", hält der Bericht weiters fest.

Das Zentrum kritisiert auch die deutschen Behörden für die Herstellung von "Schmähschriften" über Scientology zur obligatorischen Verwendung in Schulen unter dem Deckmantel der "Aufklärung".

Die Scientology Kirche ist der Ansicht, daß die Innenminister ihre Entscheidung Anfang Juni getroffen haben, um den Bericht der Universität Essex, der UN-Untersuchung über die schwebenden Menschenrechtsbeschwerde und einem Besuch des UN-Sonderberichterstatters für Religiöse Toleranz in Deutschland vorzugreifen.

Douwe Korff, führender Menschenrechtsexperte in Europa, der bereits erfolgreich die britische und spanische Regierung wegen Menschenrechtsverletzungen geklagt hatte, hat die "illegale deutsche Verfolgung von Scientologen" als "empörend" bezeichnet und angekündigt, Deutschland vor europäischen Menschenrechtsforen zu bringen. Er beschuldigt die deutsche Regierung, "eine liberale Verfassung in eine ideologische Waffe für Intoleranz zu verwandeln".

Chris Tame, Direktor der in London ansässigen Libertarian Alliance, sagte: "Es ist absolut empörend, daß ein Geheimdienst Spionage bei einer Minderheitenreligion betreibt". Dr. George Chryssides, Dozent für religiöse Studien der Universität Wolverhampton in England, sagte, daß er "über die Behandlung von Scientologen in Deutschland und über die Verfolgung, der sie ausgesetzt sind, entsetzt" ist. "Es scheint, daß wir nie aus der Geschichte lernen werden."

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