Zweiter nationaler Klimabericht vorgestellt

Umweltminister Bartenstein zieht positive Zwischenbilanz

Wien (OTS) - Die österreichische Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, entsprechend den Empfehlungen der Konferenz von Toronto, bis zum Jahr 2005 eine 20 prozentige Reduktion der CO2 Emissionen zu erreichen; dies ist unter anderem in den Energieberichten seit 1990 festgehalten. Damit wurde das so genannte Toronto Ziel als nationales Ziel festgelegt.

Der heute dem Ministerrat von Umweltminister Dr. Martin Bartenstein vorgelegte zweite nationale Klimabericht zieht eine durchaus positive Zwischenbilanz, da in vielen Bereichen bereits große Anstrengungen unternommen wurden, um den CO2 Ausstoß zu senken.

Zum Ausstoß von Treibhausgasen tragen der Verkehr 22,1 Prozent, Haushalte 18,1 Prozent, Prozeßemissionen der Industrie 14,7 Prozent, Energiebereitstellung und Energieumwandlung 14,2 Prozent, andere Industrieemissionen 9,5 Prozent, Landwirtschaft 6,9 Prozent und der Bereich Abfall 5,9 Prozent bei.

Als wichtigste Bereiche für weitere CO2 Einsparungen werden daher die Sektoren Energiebereitstellung und Energieumwandlung - wobei besonderes Augenmerk auf den Einsatz erneuerbarer Energiequellen gelegt werden soll- , Verkehr, Wärmedämmung, Nutzung von Sonnenenergie, Nutzung von Umweltenergie durch Wärmepumpen und Verstärkter Einsatz von Biomasse genannt.

Erst kürzlich mit Hilfe eines Computermodelles durchgeführte Berechnungen zu Reduktionspotentialen in den Bereichen Strom-, Fernwärme und Raumwärmebereitstellung haben belegt, daß Reduktionsmaßnahmen im Energiebereich tatsächlich sehr wirksam sind und bei rascher Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen eine deutlich über der 20 Prozent Marke liegende Reduktion erreicht werden kann.

Die österreichische Bundesregierung, so der Klimabericht, ist sich bewußt, daß legistische Maßnahmen allein nicht ausreichen, um einen effizienten Klimaschutz sicherzustellen. Als entscheidend wird auch angesehen, daß die Bevölkerung Maßnahmen zum Klimaschutz mitträgt und einen aktiven Beitrag zu einer Klimaverbesserung leistet. Wie eine empirische Studie belegt, ist die Bereitschaft dazu grundsätzlich vorhanden, unterstützende Maßnahmen zur Bewußtseinsbildung sollen diesen Trend aber noch verstärken. Das Informationsbedürfnis der Bevölkerung ist in diesem Bereich sehr groß. Das Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie hat bereits eine Reihe von wichtigen und weitreichenden Projekten ins Leben gerufen. Im Herbst 1997 findet die zweite Klimaschutz- Bürgermeisterkonferenz statt, bei der Bürgermeister und Gemeindevertreter für das Thema Klimaschutz sensibilisiert werden sollen. Darüber hinaus startet das Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie im September unter dem Titel "Heißes Thema Klima" eine bewußtseinsbildende Kampagne.

Die österreichische Bundesregierung erwartet sich von diesen Begleitmaßnahmen Zusatzeffekte, die über die legistischen Maßnahmen hinaus, zu einer nachhaltigen Klimaschutzpolitik Österreichs führen.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Ingrid Nemec
Tel.: (0222) 515 22-5051

Bundesministerium für Umwelt, Jugend & Familie

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BMU/OTS