Gute Kooperationschancen mit mexikanischer Automobil-Industrie

EU-Forum Automobil- und Zulieferindustrie in Mexiko - positives Echo bei den österreichischen Teilnehmerfirmen

Wien (PWK) - "Das vor kurzem zu Ende gegangene zweite EU-Forum
über die Automobil- und Zulieferindustrie in Mexiko übertraf alle Erwartungen der 14 österreichischen Teilnehmer", berichtet Österreichs Handelsdelegierter in Mexiko, Walter Koren. Bemerkenswert sei allein die große rot-weiß-rote Präsenz, zumal interessierte Firmen von der EU approbiert werden müssen und nur insgesamt 100 zum Zug kommen. Die meisten Teilnehmer stellten Frankreich und Deutschland mit je 18, Spanien mit 16 sowie Großbritannien und Österreich mit 14. ****

Mexiko zählt weltweit zu den wichtigsten internationalen Produktionszentren der Autoindustrie. 1996 wurden knapp mehr als 1,2 Mio. Automobileinheiten gebaut, womit Mexiko derzeit der zwölftwichtigste Produzent der Welt ist. Aufgrund der NAFTA-Synergien, der gut qualifizierten und kostengünstigen Arbeitskräfte sowie der stetigen Erholung des Inlandsmarktes werde Mexiko als Produktionsstandort für Automobile und vor allem auch für Autoteile weiter an strategischer Bedeutung gewinnen, ist Koren überzeugt. Für das Jahr 2000 rechnet man mit der Produktion von knapp 2 Mio. Einheiten, wovon 1,4 Mio. für den Export und 0,6 Mio. für den Lokalmarkt bestimmt sind. Sodann sollte sich Mexiko unter den zehn größten Produzenten der Welt etabliert haben. Bereits jetzt nimmt der Automobilsektor den ersten Platz bei den Gesamtexporten (29 Prozent) und -importen (16 Prozent) Mexikos ein. Das entspricht Volumen in der Höhe von 16,8 Mrd. und 9,5 Mrd. US-Dollar.

In Mexiko kristallisiert sich zunehmend eine Zulieferstruktur in drei Ebenen heraus, wobei die erste unmittelbar in der Nähe der Automobilwerke angesiedelt ist und Systeme 'just in time' liefert. Stark ausbaufähig sind vor allem die zweite und dritte Ebene, wo noch nicht immer europäische Qualität erreicht wird. Entsprechend groß ist der Bedarf an neuer Technologie, sowie - generell zunehmend - an Engineering- und Entwicklungsleistungen. Die Ausbildung von Clustern wird die nächsten Jahre kennzeichnen.

Zulieferanten werden sich in Zukunft vermehrt zusammenschließen und Technologiezentren gründen. Wie jetzt schon in der Computerindustrie werden auch in der Autoindustrie die Lieferanten eine immer bedeutendere Rolle spielen. "Supply-chain-management" ist die kompetitive Komponente der Zukunft.

"Die österreichischen EU-Forum-Teilnehmer haben sich intensiv mit diesen Rahmenbedingungen in Mexiko auseinandergesetzt und jeder von ihnen etwa 15 organisierte und unzählige informelle Gespräche mit potentiellen Kooperationspartnern geführt", berichtet Koren. Des weiteren wurden im Rahmen eines Zusatzprogrammes der österreichischen Außenhandelsstelle in Mexiko die Automobilwerke von Mercedes Benz, BMW sowie Volkswagen besucht und deren Einkaufsteam mit der neuesten österreichischen Technologie vertraut gemacht. Dabei konnten sich die Österreicher auch ein konkretes Bild von den Plänen und Praktiken der deutschen Multis an Ort und Stelle machen.

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