KORRIGIERTE FASSUNG DER AUSSENDUNG OTS 009 Lugmayr: Gesamtpaket bei NÖ Krankenhauskonzept darf nicht aufgeschnürt werden

Niederösterreich, 30.6.97 (NÖI) Probleme rund um die vier Krankenhäuser Allentsteig, Eggenburg, Korneuburg/Stockerau und Gänserndorf wurden im niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds geklärt. Ein Resolutionsantrag, der in der letzten Budgetsitzung des NÖ Landtages eingebracht wurde, soll nunmehr
die Realisierung dieses Konzeptes, ermöglichen. Das Zusperren
von Spitälern ist nämlich keine Lösung. So bestätigt auch die Gesundheitsstudie diese sinnvolle Lösung des NÖGUS, stellte die Gesundheitssprecherin der Volkspartei Niederösterreich, LAbg. Monika Lugmayr, fest.****

Zu einer raschen Realisierung seien aber noch weitere Verhandlungen mit dem Bund erforderlich. Im Zuge der
Verhandlungen muß die Position Niederösterreichs, im speziellen für die Standorte Allentsteig, Eggenburg, Korneuburg/Stockerau
und Gänserndorf gewahrt bleiben, so Lugmayr weiter.
Beim Standort Korneuburg soll die gynäkologische Versorgung des Raumes Stockerau zum Großteil übernommen werden. Notwendig ist dabei eine Kooperation der Städte Korneuburg und Stockerau. Darüber hinaus sollen beide Spitäler einen möglichst kostengünstigen Betrieb durch Optimierung und Abstimmung der medizinischen Leistungen führen.
Ein weiterer Eckpunkt wurde für den Standort Allentsteig festgelegt: Dieser soll in eine Sonderkrankenanstalt für
Neurologie mit dem Schwerpunkt Rehabilitation umgewandelt
werden. Für den Standort Eggenburg ist eine Umstrukturierung dahingehend vorzunehmen, daß neben dem Bereich der Inneren
Medizin ein Schwerpunkt auf die Psychosomatik gelegt wird, und
zwar für tagesklinische und halbstationäre Versorgung in Kooperation mit dem angeschlossenen Pflegeheim.
Für den Standort Gänserndorf soll die Einrichtung einer interdisziplinären Tagesklinik in Form einer Departmentlösung
zum Krankenhaus Mistelbach mit eigenem Verrechnungskreis und
der Bedeckung des durch den Betrieb dieser Versorgungseinheit entstehenden Verlustes durch das Land Niederösterreich und den NÖKAS erzielt werden, so Lugmayr.

Lugmayr wies erneut darauf hin, daß dieses Gesamtpaket unter
keinen Umständen aufgeschnürt werden dürfe. Die Entscheidungen des niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds müssen auch beim Bund durchgesetzt werden, betonte Lugmayr.

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